Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
STUDIEN
im Gebiete der
BÖHMISCHEN KREIDEFORMATION.
M
ö"
Perucer Schichten.
(Ergänzung zu Band
I.
n, p.
186.)
VON
Prof. Dr.
ANT. FRIC und
Dr.
EDWIN BAYER.
Mit zahlreichen Textfiguren.
fA_rchiv der naburwissenscriafblicrieri
Landesdurohforsohung von I3öhrnen.)
(Band XI. Nro.
2.)
PRAG.
DRUCK VON
Dr.
EDV. GREGR.
—
KOMMISSIONS-VERLAG VON
1900.
FR. RIVNÄC.
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
VORWORT.
Landesdurchforschung i. J. 1870,
Untersuchung der einzelnen Schichten der böhmischen
Angriff nahm, waren unsere Kenntnisse über deren tiefste
,1h der ersten Publication des Coinitös für
wo
ich die palaeontologische
Krei deform ation
in
Lagen „die Perucer Schichten" noch so spärlich, dass ich mit deren Zusammenfassung bloss 4 Seiten füllen konnte, auf denen von 22 Arten Pflauzen und
7 Thierresten Erwähnung geschah. (Band I
Seit der Zeit war ich
II, p. 186.)
bemüht neues Material für die Museumssammlungen zu beschaffen und jüngere
—
Kräfte zu
dessen
Verarbeitung anzueifern.
Selbst
widmete
ich
den
spärlichen
Thierresten die gehörige Aufmerksamkeit.
Es gelang mir den
Prof. Dr.
Velenovsky für einige Jahre an die Bearbeitung
der Kreidepfianzen zu fesseln, was zu einer Reihe von wichtigen Publicatiouen führte.
Nachdem aber
von ihm
die
diesen Forscher die recente Botanik
Bewilligung zu
ganz occupirte,
gelang es mir
erlangen, seine Resultate in eine zusammenfassende
Arbeit für das Archiv der Landesdurchforschung benützen zu dürfen.
Bei Durch-
führung dieser Aufgabe war mir Dr. Edwin Bayer behilflich, dessen neuere For-
schungen über die Kreideflora hier eingereiht erscheinen.
Mit Rücksicht darauf, dass diese Studien auch die Popularisirung der einzum Zwecke haben, waren wir bestrebt die Abbildungen
der meisten Vertreter der Gattungen und Arten, die in verschiedenen schwer zugänglichen Abhandlungen zerstreut sind, wenigstens in verkleinerten, restaurirteu
Skizzen zu bringen und einheimischen Sammlern die Bestimmung der Funde zu
heimischen Palaeontologie
erleichtern
und das Erkennen von neuen Vorkommnissen zu ermöglichen.
Die Grundlage für den botanischen Theil dieser Arbeit sind die Arbeiten
des Prof. Dr.
die in
J.
Velenovsky namentlich die
„Kvötena fceskßho cenomanu",
den Abhandlungen der kön. böhm. Gelehrten Gesellschaft der Wissenschaften
und aus der wir auch einige Partien in wörtlicher
Übersetzung oder im Auszuge einfügen. Die übrige benützte Literatur führt Dr.
Ed. Bayer weiter unten am Eingange zu dem kritischen illustrirten Verzeichnisse au.
(1889, mit 6 Tafeln) erschien
von mir in letzter Zeit durchgeführten Aufnahme vieler Profile
versuchte ich auch die Seehöhe der Basis unserer Kreideformation sicherzustellen,
soweit dies mit Hilfe eines Taschenaneroids möglich war; überzeugte mich aber,
Bei der
l*
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
dass bei der Unzuverlässigkeit dieser Instrumente die Resultate beschränkten
Werth
hätten und dass die Durchführung dieser Aufgabe in der Zukunft einem Geödeten
(in
Begleitung eines Geologen) zugewiesen werden muss.
Im Einsammeln des Materiales wurde bis auf die jüngste Zeit fortgefahren,
dem ausgiebigen Fundorte Vy§erovic, dann bei Vydovle und HlouVon dem neuen Fundorte Votrub bei Schlan wurde eine Suitte von Herrn
namentlich an
betfn.
Dvofäk, Fotografen
in Schlan,
Das sämmtliche
geordnet im neuen
stellt
und
bei
Bei
in
erworben.
in dieser unserer Arbeit berücksichtigte
Museum
in einer
jedem abgebildeten Originale die nötbigen Citate
dem Umstände,
dass
Material
ist
Reste
beigefügt.
der Landpflanzen aus der Kreideformation
der ganzen Welt nur an sehr wenigen Fundorten angetroffen werden,
vorliegende
Bearbeitung
von
genau
Reihe von Schränken im Saale Nr. 5 ausge-
allgemeinerem
als
bloss
ist
die
localem Interesse und
um
und Museen die Acquisition dieser seltenen Funde zu erleichtern
stellten wir Dublettensammlungen zusammen, um deren Erlangung man sicli an
das Museum zu wenden hat.
Fachmännern
Wir
hoffen, dass diese Studie zu weiterer
Arbeit im Bereiche der Perucer
Schichten aneifern wird.
Prag, im April 1900.
Prof.
Dr. Ant.
Fric.
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
und Gliederung der Perucer Schichten.
Charakteristik
Die Perucer Schichten
sind
Süsswasserablagerungen, welche an der Basis
unserer Kreideformation liegen.
Reuss*)
Prof.
erwähnt derselben bloss
als
untergeordneten Einlagerungen
Quader und führt graue, gliinuirigsandige Thone von Webfan und
schwarzen Schieferthon mit unzähligen Resten von Landpflanzen aus Peruc an.
Auch erwähnt derselbe schwache, nicht bauwürdige Flötze von „Braunkohle" an.
im
unteren
dem
In
citirten
Werke
(IL p. 81) bearbeitete
Corda die Pflanzenreste der
böhmischen Kreideformation, von denen der grösste Theil den Perucer Schichten
entstammt.
Die Ablagerungen der Perucer Schichten bestehen aus Conglomeraten, groben
Sandsteinen, feinen Sandsteinen und grauen Thonschiefern, aber es lässt sich keine
Regelmässigkeit im Auftreten dieser verschiedenen Gesteinsarten constatiren.
Conglomerate, wenn
ein
B. bei
z.
Wamberg, wo
Die Sandsteine
Kalk
Bindemittel
als
Der Grad
körnige
werden
ihrer
als
zeichnen
ist
sich
Regel die Basis
vor Allem dadurch aus, dass sie keinen
und dass
besitzen
Körnung
in der
zu Mühlsteinen verarbeitet wurden.
sehr
Sandsteine liefern
feste
vorhanden sind, nehmen
sie
sie
sie
keine marinen Petrefacten führen.
verschieden
und ihre Festigkeit auch.
Fein-
ausgezeichnetes Material für Bildhauerei, andere
Schleifsteine benutzt.
Die Thonschiefer
sind meist schwärzlich, glimmerreich
und liegen bald
an der Basis, bald zwischen die Sandsteinbänke eingelagert.
Die Kohlenf lötze,
förmige
locale
die sie stellenweise einschliessen, sind meist linsen-
Uferablagerungen,
die sehr geringe horizontale
und
verticale Aus-
breitung besitzen.
Diese
Süsswasserablagerungen fehlen auch an manchen Stellen des ehemaund die marinen korycaner Schichten liegen dann direkt auf dem
ligen Seebeckens
Urgebirge oder anderen alten Formationen,
die das Liegende der Kreideformation
dadurch zu erklären, dass das Niveau des Süsswasser-Sees ein
So sehen wir z. B.
niedrigeres war als das des später eingedrungenen Meeres.
bei Elbeteinitz, Kainaik, Sbyslav Spondylen und Austern direkt an den GneissDies
bilden.
scholleu
*)
ist
angewachsen,
woraus zu ersehen
ist,
dass
Reus: Versteinerungen der Böhm. Kreideformation.
dieselben
II.
p. 116.
als Riffe
aus
dem
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
1-
c
03
03
03
•**
ja
.c
:cS
Ü
s
ü
ay
P
0)
a
03
ü
03
73
:0
J3
03
<5
ü
3
cS
£
£
es
t
a
03
Q.
73
E
o
c
©
o
3
N
(/)
«J
a
lc
c
C
o
.S
ja
a
CO
Q
03
r-n,
rn
CS
53
a
a
S
«
CD
d
h
h
w
SC
a
3
a
bn
=
©
73
a
o
s-<
.§
03
co
a
73
.Q
(D
H
(Ö
(D
a
3
a
<
ja
s_
03
hh
CO
._H
43
N
o
a
o
+^
'5b
a
03
03
73
73
a
2
-s
*
S
>
Q
a
a •"
&
">
o
s_
.y
<£
d ©
H N
N
O
^
cä
u
~i
lH
r
-2
o
B
=>
03
o*
3
«
m
CO
S-
03
a
73
CS
03
=S
l-i
jsi
o
O
£
t»~>
3
03
a
3
:cS
pa
03
73
a
CS
a
*CO
03
ja
B
CD
03
a
a
3
3
CS
CS
lH
O
a
03
'CD
CD
'S.
2:S
03
73
e
es
03
£
*
a
CD
a
3
0)
U
®
^
3
O
ü
O
CO
1h
B
.2
73
CS
*H
SD
3
a
03
03
fcD
CS
1:0
3
73
.2
J3
:cS
CD
i
-^
CD
1h
ja
03
1>
>
lH
H-=
-M
CD
CD
CS
t*
03
H^
CO
.—
03
B
03
a
es
73
a
3
3
es
03
o
>
ja
o
CO
'S.
o
3
.2
^
s-
H
CS
a
E
co
03
CD
1h
CD
ja
:cS
3
^j
Jh
CO
^^
cS
cd
03
^
73
CS
pa
"m
*i-H
73
03
««7
<
3
ö
:cS
N PQ
~
03
^
03
O
D
O
C
>
73
:3
a
£
CS
ja
ja
•
73
73
S
^
3
O
>
a
ja
w
33
^^
PQ
a
a
:3
O
-J3
03
:cS
O
>
CD
ja
"S
PS
1h
2
CD
3
03
B
^-<
03
SD
3
cS
o
&:
3
£
T3
CD
ja
cS
sv
3
3
a
03
73
03
CO
03
ja
o
CD
CS
Es
03
bD
B
s03
3
SO
ja
S
e
03
03
—
a
a
CS
CH
lH
a
g
o
o
73
ca
CD
-ö
3
03
3
co
S
3
42
CS
1h
:3
:3
a
jH-3
^3
1h
03
r-»
3
cS
CS
«Ü
3
03
CO
«=
3
3
>-a
ja
03
a
g
CD
o
CS
-3
ja
CS
03
3
H->
03
CD
es
e^H
co
CD
ja
B~
u
bD
B
g
B
03
03
03
H-3
H-3
>
lH
>F-
ü
Es
lH
03
73
13
CS
tH
CD
o
B CO
o
CS
—
ja
1.
<
03
3
3
o
03
1h
lH
a
<
>>
cS
cS
.
—
CD
3
3
w ja
cS
-4-3
03
03
03
r"
03
03
03
t»
03
p
bD
£
:cS
(-.
3
3
CD
Es
a O
:cS
J2
5J3
03
2ß
%
o
-
S
'-?
o
03
'S
B
CD
CJ
a
03
S-
bD
ja
:3
3
.2
t-
Ssß
3
CD
CS
o
3
A4
3
CS
03
a
03
B
3
CD
cf
^
a
a
03
£
•-
a
o
03
CSD
CS
H-3
3
N
3
jü
03
lH
2
03
7a
a
o
5T
O
3
CD
3
P-.
CO
03
B
cS
ja
ja
CS
lH
3
03
CS
B
o
3
.2
"53
CD
lH
&a
a
CD
u
3
:0
03
3
73
a
US
03
lH
03
73
03
J3
3 ®
es
ffl
03
ja
:0
ja
3
H
73
PS
h
CD
*o
o
i"
3
03
|H
g
lH
SD
3
CSD
J=
03
•-'
03
:oä
B
73
03
73
03
73
pa
w
(^
—
CSD
O
pa
o
a *a
3
03
2
3
a jü
03
t|-.
" s
a
a
•4T
CD
CO
CD
J3
+=
«
OS
^
3
P
---
CD CSD
Ja 33
ri
>
»
°
3
2
73
73
3
03
CO
03
a
fH
-Ä
1
CD
B
3
a
03
CS
'S
03
B
S
o
a
§
B Ö
M
•-'
C3
cS
B
CID
^a
a
3
SD
«»a
a
03
Es
73
>
73
03
3
CD
a
CG
'-
3
o
3
ja
N
03
3
03
O
S
CD
.2°
03
ja
^
3
Ih
03
B
s-
^
03
73
3
a
—
O
ß
CO
CO
CD
co
03
a
03
o
.«
,.
lH
cS
cS
73
CS
CSD
cd
t3
"+3
'g
l-7>
(-5
3
N
CO
73
03
&
«8
3
SD
PL,
3
3
CID
03
q3
03
3
o
--
bD
T3
03
a
03
CD
:3
lH
03
-a
103
3
3
03
3 ja
ja
CD
cS
'CD
03
CS
1h
CD
03
03
ja
3
03
ÖD
pa
a
'53
a
—
'Z-,
73
_>.
ü
e
3
73
.SP
CD
©
'ÖD
73
03
03
e«
03
In
33
a
H^>
73
©
.3
(-.
i
a
C
O
CO
>
>
73
CD
03
cS
03
73
a
a.
3
CS
03
P3
bß
a
03
73
3
O
es
03
73
03
(0
pa
3
03
ja
5
03
03
o
73
TJ
=3
3
ja
o
S_
O
w
u
CO
03
ja
a
:3
Q
J=
73
B
3
o
i3
N
13
s;
a
03
73
3
CSD
f-t
«
:3
bD
Ü)
CO
03
o
'S
o
a
3
a
03
bf
"S
CO
.2
lH
ja
"°
=
e
§
03
73
s
je
-i.
:cfl
es
a
03
03
a
SD
a
3
a
03
03
a
a
Kl
03
ja
e
3
03
e
03
7a
CS
t3
"7-j
73
CO
-1-3
:cS
a
a
a
S
03
a
"Ö3
3
a
CD
a
bD
03
CS
ES3
-rH
=
.3
B
CS
bD
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
8
die Perucer Schichten ablagerte, hervorragten und erst später
der
Süsswassersee,
unter das Niveau des Meeres kamen.
Das Liegende der Perucer Schichten
ist
sehr
verschieden
je
nach
Kohlen und Pennformation
Gegend,
der
man
trifft
als
wo
auftreten,
sie
Urgebirge,
Silur,
Grundlage derselben, wie man aus nach-
folgender Übersicht der wichtigsten Localitäten ersieht.
Prosik
.
.
.
.
....
....
Nehvizd
Kounic
Kolin
....
Policka
Landsberg
.
.
.
Wamberg
.
.
.
D
Kozakov
Hradek
.
.
Melafyr.
Kieselschiefer.
.
.
.
.
Basalt?
Permformation.
Lipenc
.
.
.
.
Perm.
Gneiss.
Dzbän
.
.
.
.
Urgebirge.
Schlan
Perm.
Rynholec
Gneiss.
Kuchelbad
U. Silur Et.
4
.
.
.
.
Perm.
Kohlenformation
.
.
Kohlenformation.
.
.
.
Perm.
Hofic
Liebenau
.
.
.
Obersilur.
TT
Silur.
Perm und Porfyr.
Das Hangende sind bei ungestörter Lagerung ganz regelmässig die maSie verrathen sich schon von weitem durch grünliche
rinen Korycaner Schichten.
Färbung, die stellenweise durch glauconitische Sande und Mergel noch deutlicher wird.
Die Scheidegrenze zwischen den Perucer und Korycaner Schichten bildet an
manchen Orten
eine
mürbe
an Fucoiden reiche Schichte, welche das
In Kralup wurde
Mischung von Süss- und Salzwasser sein mag.
von
Schichte
den Steinbrechern „drozdf" (Hefe) genannt,
diese
Resultat einer
(Weichschicht).
facten vor,
in
Hofic „mökota"
Unter dieser Schichte kommen keine marinen Petre-
in ihr
und oberhalb derselben sind marine Arten häufig und sind
vom damaligen Kontinente: Coniferen und Cycadeen
denselben auch Pflanzenreste
beigemischt.
Unbedeckt
erscheinen
die
Perucer Schichten selten,
Rändern, wo das Hangende abgeschwemmt
Das Alter der Perucer Schichten wird
trachtet,
da
diese
Schichten liegen.
als
das der ceuomanen Periode be-
Schichten concordant unter den marinen cenomaneu Korycaner
Es
ist
aber nicht ausgeschlossen, dass die uns hier vorliegende
Flora durch längere Zeit hindurch das Festland
den
und das nur an den
ist.
umgebenden Meeren
sich
allmählig
die
Böhmens
deckte, zur Zeit,
seeundären Formation ablagerten, namentlich die der unteren Kreide.
nach nur möglich
siud,
als die
wo
in
verschiedenen Schichten der älteren
mit Sicherheit anzunehmen, dass
die Perucer
Es
ist
Schichten
demälter
cenomanen marinen, aber wie lang die Zeit ihrer Ablagerung zurück
reicht, lässt sich nicht constatiren.
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
Beschreibung der im Bereiche der Ferucer Schichten
untersuchten Localitäten.
Den Charakter und die Lagerung der Perucer Schichten erkannte
wo es mir gelang zum erstenmale thierische Reste
ich
Jahre 1865 in Peruc,
in
im
den
und zwar eine Schecke (Tanalia)
und mehrere Teichmuscheln (Unio).
Seit der Zeit widmete ick während der Durchforschungsarbeiten immer
auch diesen Schichten meine Aufmerksamkeit und ich will in nachstehendem nur
die wichtigsten neuen Ergebnisse erwähnen.
Im Jahre 1865 entdeckten wir den Fundort Bohdankov bei Liebenau,
wo die pflanzenführenden Schichten wegen Contact mit Porfyr fest und schön
an Pflanzen reichen Thonschiefern zu entdecken
röthlich gefärbt sind.
Später
liess ich
Vygerovic
arbeiten,
in Kouuic bei Böhmischbrod und im nahen
wodurch das Material zu den Arbeiten des Dr. Velenovsky
längere Zeit
gewonnen wurde.
Zu
dieser Zeit
von diesen Fundorten
kam durch
einen Herrn, den ich nicht nennen
an Prof. Saporta in Frankreich,
böhmische Funde früher
in
Frankreich
publicirt
wodurch
wurden,
will, ein
Theil
es geschah, dass
bevor wir
bei
uns das
vorliegende grosse Material bewältigen konnten.
Später unternahm Dr. Velenovsky im Auftrage des Durchforschungskomitös
Untersuchung von vielen Localitäten der Perucer Schichten, wobei er genaue
Profile aufnahm und neues Material beschaffte. Gutes Material aus der Schlaner
Gegend erhielten wir von dem eifrigen Sammler daselbst Herrn Photografen
die
Dvofäk.
Im Jahre 1898 begann
Localitäten
ich
von neuem
und unternahm mehrere Ausflüge
die
genaue Untersuchung mehrerer
theils allein,
theils
mit Dr. Edwin
Bayer und Dr. Perner die wichtigen Localitäten nochmals zu untersuchen,
sie
zu
und ihre Lage zu precisiren.
Im Ganzen wurden an 40 Localitäten untersucht und das eingesammelte
Material über 200 Arten repräsentirend, ist nun im Museum deponirt.
Bei der nun begonnenen Niederschreibung meiner Erfahrungen wurde in
mir natürlicherweise der Wunsch rege, alle die Localitäten, die ich während der
photografiren
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
10
verflossenen 40 Jahre besuchte
Diess
nur
als
von neuem und noch gründlicher zu untersuchen.
und es mögen meine Schilderungen
Anregung zu neueren Forschungen betrachtet worden.
ist
aus vielen Gründen nicht möglich
änderten mit der Zeit ihr Aussehen,
Viele der Localitäten
in Verfall,
wurden undeutlich, andere bieten
durch
jetzt
kamen
einige
fortgesetzte Steinbruch-
arbeiten oder durch Bahneinschnitte bessere Einsicht in das Auftreten der pflauzen-
führenden Schichten.
Diess alles
1.
möge man
bei der Beurtheilung meiner Arbeit erwägen.
Die Gegend östlich von Prag über Vysocan, Chvala und Pocernic.
Wir beginnen
Schilderung der untersuchten Localitäten in derselben
die
Reihenfolge, wie es bei den Korycaner und folgenden Schichten
von
Prag aus
westlichen
in
östlicher
geschah,
nämlich
Richtung bis an die mährische Grenze und daun den
Rand von der Launer Gegend über
Schlau, Rakonic nach den westlich
von Prag liegenden Partien.
Schliesslich werden wir noch einen Ausflug
Gegend von Kralup und Lobkovic machen.
Nordöstlich
Schichten
von
Prag
des Untersilurs
liegt
am
Plateau
ein
Horizont
der
ins
mittlere
oberhalb
Ablagerungen
Böhmen
Vysocan,
der
in die
über
den
Kreideformation,
dessen Basis die uns beschäftigenden Perucer Schichten bilden. (Fig.
1.)
«IIA
Profil nördlich von Hloubetln über die
Tiinucleus ornatus. 6 Eisenschüssiges Couglomerat.
Fig.
d Quadersand des Per. Seh.
in
ztracene'
e
Derselbe zerstört.
Prosik deutlich,
Ihr Anfang
„Na
Alaunhütte, A.
1.
ist
varte"
h
/
c
Thonschiefer
der
a Silui schichten mit
Perucer Schichten.
Schichten
Grünliche Lageu der Korycaner
Weissenberger Plaener.
g Diluviallehm.
im Terrain durch einen deutlichen Absatz unweit des Ortes
markirt,
wie
man
es
gut von der Anhöhe des Zizkabtrges
wahrnimmt.
Steigt man von Lieben gegen die Anhöhe bei Prosik, so begegnet man die
grauen Thonschiefer der Perucer Schichten bei dem Orte Dedina in den Gräben
des Fahrweges, wo sich auch ihre Gegenwart durch Wasserführung und üppigen
Baumwuchs
halb
kuudgiebt, den
Vysocan
verfolgen kann.
bei
mau danu
längs ihrer Lage über die Weingärten ober-
dem Orte Fleischinanka und au der ganzen Lehne
bis Cliwala
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
11
Auf den Thonschiefern
liegen
Quadersande der Perucer Schichten und die
höchsten Lagen lassen sich durch grünliche Färbung und stellenweise eingelagerten
dunkelgrünen Letten
als die
marinen Korycaner Schichten erkennen.
In nördlicher Richtung bei Korycan, Kojetitz und
rycaner Schichten
keine Spur vorhanden, woraus zu ersehen
Lobkovic ruhen die Ko-
und von den Perucer Schichten
auf Silurschichten,
direkt
ist,
ist
dass die Perucer Schichten nur eine
Uferablagerung des ehemaligen Süsswassersees darstellen.
Wahrscheinlich ragten die Silurfelsen
als Riffe
dem Süsswassersee
aus
her-
vor und kamen erst später nach Eindringen
des Meeres unter den Wasserspiegel.
Die Lagerung
sieht
man aus dem
und Mächtigkeit
Profil des Dr.
er-
Velenovsky.
(Fig. 2.)
Auf schwarzen silurischen Schiefern
mit Trinucleus ornatus und Dalmanites so-
Quadersande. (Fig.
cialis liegen
In dieselben
2. i.)
mürbere Schichten
sind
mit kohlenführenden grauen Letten unregel-
mässig
direkt
dem
indem
sie
entweder
Silur oder höher
zwischen
eingelagert
auf
e,
den Quaderbänken auftreten.
So sind
sie z. B.
oberhalb Hloubötin
bei der verlassenen Alaunhütte,
direkt auf Silurschichten, Etage
während
in
sie
„v Hutich"
Dd 4 liegend,
,
Chwala ganz von Quader-
sanden verdrängt werden, so dass diese direkt auf
dem
(Die
Silur liegen.
Alaunhütte benützte den Reich-
thum an Schwefelkiesen der schwarzen Perucer kohliger Schieferthöne
zur
Bereitung
von Alaun.)
in
Nördlich von Hloubetin sind die Quader
manchen Lagen sehr mürbe und werden
um nach Prag
Sand auf ärmlichen Einspännerfuhren verführt zu werden. Dadurch entstanden ausgedehnte Katakomben, die von
Fledermäusen, Vesperugo noctula, Vespertilio
murinus und anderen Arten bewohnt werden.
Hier bei Hloubetin und auch anderwärts wechselt die Mächtigkeit der Thonschiefer und Quadersande stellenweise so,
dass das eine auf Kosten des Anderen mächtig
wird. Beide trugen dazu bei die zahlreichen
seit vielen
Jahren ausgebeutet
Unebenheiten
der
Oberfläche
der
Silurfor-
an dem Kohlenschurf
Profil
Fig. 2.
als weisser
östlich
von Vysocan.
a Ackerkrume,
(Vel.)
c Sand
d Mürbe Thonschiefer ohne Pflanzenreste, e Mürbe Thon-
mit
Sandsteinbrocken,
schiefer mit
resten.
trieben,
mit
Diluviallehm,
b
vielen
f Feste
verkohlten
Pflanzen-
wurde der Stollen
In diesen
schiefrige
Cunninghamia
ge-
Thonschiefer
elegans, Laccopteris,
Eucalyptus und Gervillea constans.
i Thonohne Pflanzenreste. Je Russige
kohlenführende Schichten. I Quadersand
schiefer
der auf Silurschichten mit Trinucleus ornatus
liegt.
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
12
auszufüllen und die Fläche so zu plauireu, dass dann das obere Niveau
Quadersande
eine ziemlich wagrechte Linie bildet, die nach Auflagerung der
der
Korycauer und Weissenberger Schichten und etwas Diluviallehm noch vollkom-
mation
mener wurde.
Verzeichniss der nördlich von Hloubetin, zwischen Vysocan und Chwala,
aufgefundenen Petrefacten.
Widdringtouia Reichii
Drynaria tumulosa Bayer.
Microdictyon
Dunkeri
(Laccopteris)
Ett.
Echinostrobus minor Vel.
Frenelopsis bohemica Vel.
Schenk.
Gleichenia multinervosa Vel.
Myricophyllum Zenkeri Ett.
Myricophyllum serratum Vel.
Gleichenia crenata Vel.
Myricanthium amentaceum
Gleichenia delicatula Heer.
Dryandrophyllum cretaceum Vel.
Gleichenia Zippei Corda sp.
Grevilleophyllum constans Vel.
Podozamites obtusus Vel.
Krannera mirabilis Cda
in
Vel.
Cocculophyllum cinnamomeum Vel.
lit.
Damuiara borealis Heer.
Cuuuinghamia elegans Cda
Cunuiughamia stenophylla Vel.
Eucalyptus Geinitzi Heer.
Eucalyptus angustus Vel.
Sequoia heterophylla
Dewalquea coriacea Vel.
Araliphyllum foruiosum Heer.
Vel
Sequoia major Vel.
Butomites cretaceus Vel.
Sequoia crispa Vel.
Corticites
Ceratostrobus sequoiaephyllus Vel.
stigmarioides
(Ettg.
sp.)
Engeln.
Der Zug der Perucer Schichten können wir bis in den Ort Chwala
Bevor wir noch zu dem genannten Orte gelangen, macht die nach Norden
sich wendende Turnauer Bahn einen tiefen Einschnitt in die Quadersande.
Von hier ab werden dieselben mächtiger und verdrängen ganz die schwärzverfolgen.
lichen Schieferthone.
Oestlich von Chwala werden
die Perucer
Schichten
unweit des Kirchhofes
von typischen sandigen Korycanerschichten bedeckt.
Vergl. Archiv.
Band
I.
IL, p.
193.
Zwischen Chwala und Ober-Pocernitz sah ich in den fünfziger Jahren einen
Versuchsbau nach Kohlen und brachte fürs Museum Belegstücke mit, welche
Eucalyptus Geinitzi Heer, Eucalyptus angustus Vel. enthielten, die beweisen, dass hier die
schwärzlichen Schieferthone
ein gauz schwaches Kohlenflötz
geführt haben.
In
südlicher
Richtung
sind
noch im Pocernitzer Wald unweit des Jäger-
hauses spärliche. Reste der Perucer Schichten zu bemerken, die eine
Ansammlung
von Schneewasser erklären, in dem in manchen Jahren der Branchipus Grubii im
April vorkömmt. Auch unweit Jirna sind spärliche Reste vorhanden. Es sind dies
die
Andeutungen des südlichen Randes des ehemaligen Süsswassersees
in dieser
Gegend.
In
Norden
Richtung gegen die Elbe
und die Wasseransammlung
der
ein
hin
in
fallen
die Perucer Schichten nach
der Tiefe bei Toushu,
die für einige
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
13
Zeit die Erscheinung eines Artesischen Brunnens hervorrief,
Lagerung
der
wasserhaltigen
schwarzen
Schieferthone
steht gewiss mit der
der Perucer Schichten in
Verbindung.
2.
Die Gegeiid von Nehvizd, Vyserovic und Konnic.
Die Steinbrüche südlich von Nehvizd gewähren einen guten Einblick in die
Gliederung der Perucer Schichten.
Sandsteine
gute
die gothischen
zu Schleifsteinen
Es wurden hier lauge Jahre hindurch sehr
und zu Steinmetzarbeiten gewonnen und sind
Ornamente des Prager Domes haupsächlich von
da.
Seitdem die Quadersande der Korycaner und Perucer Schichten- bei Hofic
Werke
ausgebeutet werden, kamen die Nehvizder
Die guten Schichten wurden früher
mit Wasser
füllt,
das
mit
Mühe
entfernt
in Verfall.
in der Tiefe
gewonnen, welche sich immer
weiden muss.
Gegenwärtig wird nur
iu
den oberen Schichten gearbeitet.
Bei einem im Jahre 1866
Fig.
3.
gemachteu Besuche
Steinbruch südlich von Nehvizd mit
selben Hohe,
einer
der Steinbrüche
Lage schwärzlichen Sandsteins
welche in Vyserovic die Pflanzenreichen Thonschiefer einnehmen.
Photographie des Dr.
J.
konnte ich
Perner. 1898.)
in der-
(Nach einer
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
14
Zwecken verwendbaren
unsere Sammlung nehmen.
eine vollständige Reihe der verschiedenen zu verschiedenen
Sandsteine sicherstellen und von allen Proben für
Die tiefsten Lagen liefern zuerst grobkörnige Sandsteine mit eisenschüssigen
Adern und zahlreichen scharf begrenzten Hohlräumen nach Pflanzenresten. Diese
Eine andere Lage ist weiss feinkörnig mit
weissem Glimmer und findet Verwendung in der Marmorschleiferei. Die noch höhere
liefern Schleifsteine für Eisengeschirr.
Lage ist weisser, sehr feinkörniger Sandstein mit Blattabdrücken, der Schleifsteine
uud Bildhauermaterial liefert.
Verzeichniss der
den Sandsteinbrüchen von Nehvizd aufgefundenen
in
Petrefacten.
Sequoia fastigiata Stnbg.
Dicksonia punctata Stnbg.
sp.
Bombacophyllum argillaceum
Podozamites obtusus Vel.
Kranner a mirabilis
Sequoia Reichenbachi Gein.
Vel.
Eucalyptus angustus Vel.
(Jda.
Araliphyllum Daphnoph}
sp.
Uum
Vel.
Graue Thonschiefer mit Pflanzen treten hier nicht auf, aber eine Lage von
Höhe wie
in
Steinbrüchen bei Vyserovic die pflanzenreichen Thonschiefer. (Fig.
3.)
schwärzlichen
mürben Sandsteinen
liegt
derselben
in
den nahen
Yyserovic.
Im Süden
arbeiteten
des Ortes
Steinbrüchen,
eine Reihe von theils verlassenen, theils noch be-
ist
welchen die Quadersandbänke
in
mit Lagen von grau-
schwarzem Scbieferthon abwechseln.
Die Einlagerungen des Thonschiefers wechseln
in
Mächtigkeit
der
und
es
sind nur gewisse wenig mächtige Partien, welche reich an Pflanzenresten sind.
Im Steinbruche
Herrn Stupecky
des
mächtige Bank von Quadern
Thonschiefern liegt (Fig.
4.
entblösst, auf
Nur
b).
(Fig. 4. a)
welcher
die untersten
ist
zu unterst eine 3
eine 2 X/S
20— 30 cm
an Pflanzenabdrücken und aus dieser Schichte stammen
m
m
starke Lage von
derselben sind reich
fast alle in
nebenstehendem
Verzeichniss angeführten Arten.
Es
scheint, dass eine orkanartige Katastrofe die
ligen Festlande
dem Urwalde entraubte und
eine
Pflanzentrümmer am dama-
Ueberschwemmung
dieselben an
die Ufer des damaligen Sees ablagerte.
Ueber der Schichten
Lage
sich
b liegt eine 2 J / 2 »»
auffallend reich au Holzkohlen ähnlichen
auch an anderen Localitäten wiederholt
am Rande
sonderen Erscheinungen
Bank von Quader (c) dessen oberste
Trümmern ist, welche Erscheinung
und gewiss eine Folge von ganz be-
des damaligen Urwaldes
mit einem Waldbrande zusammenhängt.
Die folgende etwa
sein
muss, vielleicht
m
mächtige Thon-
1
schieferbank (d) enthält nur sehr spaarsame Pflanzenreste und wird von
störtem plattigem Sandstein
Prof. Velenovsky
Reihe auf (Fig.
weist
und
bei
5.)
nahm
1
m
zer-
überlagert.
(e)
vor Jahren
ein
Profil des letzten Steinbruches der
das andere Mächtigkeitsverhältnisse der einzelnen Bänke auf-
dem genau
Im Orte Vyserovic
bei
i
die Fundschicht
der Baumfarne präcisirt wurde.
selbst stehen] die Thonschiefer
ungemein reich an Coniferenresten
sind.
beim Gasthause
an,
wo
sie
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
15
Fig.
4.
Steinbruch des Herrn Stupecky, südlich von Vyserovic mit
zwei Lagen von
pflanzenführeadeni Thonschiefer. (Photogr. Dr. Perner, 1898.)
a Untere
Quaderbank,
b
Pfianzenreicher Thonschiefer.
Thonschiefer.
e
Verzeichniss der
c
Obere Quaderbank,
Zerstörter plattiger Quader von
in
d Pflanzenarme
Ackerkrume bedeckt.
Vyserovic aufgefundenen Pflanzenpetrefacten.
Cercospora coriococcum
Pteris Albertsii (Dunk.
sp.)
Heer.
Phacidium circumscriptum Bayer.
Dicksonia punctata (Sternbg.
sp.)
Heer.
Pucciniteä.cretaceus Vel.
Gleichenia Zippei Cda. sp.
Bayer.
Acrostichum (Rhipidopteris) cretaceura
Kirchnera aretica
Drynaria fascia Bayer.
Drynaria tumulosa
Bayer.
Microdictyon (Laccopteris) Dunkeri Seh.
Dipteriphylluin (Platycerium) cretaceum
(Thyrsopteris)
(Vel. sp.) Nath.
Pteris frigida Heer.
Heer.
Jeanpaulia carinata Vel.
Marsilia
(cretacea Vel.)
perucen-
sis Bayer.
Selagiaella dichotoma Vel.
(Vel. sp.) Krasser.
Onychiopsis
Gleichenia rotula Heer.
Gleichenia crenata Vel.
Vel.
capsulifera
Microzamia gibba Cda.
Krannera mirabilis Cda.
spec. Engelhardt).
(Pinus
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
16
Damrnara borealis
Heer.
Cuiininghainia elegans
Cunninghamia steuophylla
Cda.
Vel.
Pinus Quenstedti Heer.
Pinus protopicea Vel.
Pinus cretacea Vel.
Plutonia cretacea Vel.
Sequoia heterophylla
Sequoia minor
Vel.
Vel.
Ceratostrobus echinatus Vel.
Widdringtonia R e
I
^y
i
—r"^
r~i
i
c
h
Ett.
i
i
Chamaecyparites spec.
^
*-
Juniperus macilenta Heer.
Echinostrobus squamosus
Vel.
Frenelopsis boheinica Vel.
Myricophyllum Zenkeri Ett.
Myricophyllum serratum Vel.
Myricanthium amentaceum Vel.
Ficus
k
Peruni Vel. (Nach Engelhardt.)
Ficus suspecta Vel.
Proteopsis Proserpinae
Vel.
Grevilleophyllum constans Vel.
l
Banksiphyllum Saportanum Vel.
Aristolochia tecomaecarpa Bayer.
Magnolia amplifolia
Pia tan us laevis
Heer.
Vel.
Hymenaeophyllum
pr
m
i
i
geniu
m
Sap.
Ingophyllum latifolium Vel.
um pe1 ag cu
Sapindophyllum apiculatum Vel.
Sapindophy
5. Profil des letzten grossen Steinbruches des Herrn Noväk in Vyie-
Fig.
rovie. (Vel.)
a Ackerkrume, b Grosse Saudsteinplatten.
e,
d Verschieden grosse Sandsteinbrocken
sandigen Lagen, c Graue, weisse
oder bunte fette Letten mit bröckliger nicht
in lettig
ohne Pflanzenreste.
i Lager von Dicksonia (Protopteris) punctata, k Plastische
mürbe Letten wie Schicht e. I Schwärzliche
spaltbare Thonschiefer mit viel Kohlensubstanz und zerbrochenen Pflanzenresten.
m Mächtige Schichte von grauen Thonschiefern mit viel weissem Glimmer, in
grosse Platten spaltbar mit schön erhaltenen
Pflanzenresten, unter denen Credneria bohemica, Hymenea primigenia, Hedera primordialis etc. (s. Verzeichniss). n Quadersand der auf Silurschichten lagert.
schiefriger
Struktur,
/Mächtige Quadersande,
1 1
ni Vel.
i
Cissophyllum exulum Vel.
Bombacophyllum argillaceum
Vel.
Ternstroemiphyllum crassipes Vel.
Eucalyptus Geinitzi
Eucalyptus angustus
Heer.
Vel.
Callistemon cretaceum Vel.
Leptospermum cretaceum
Vel.
Araliphyllum trilobum Vel.
1 i p h y 1 1 u m K o w a 1 e
Araliphyllum minus Vel.
m
Sap.
Araliphyllum propinquum Vel.
Araliphyllum Daphnophy llum
Vel.
Ara
wsk
i
anu
Araliphyllum transitivum Vel.
Araliphyllum furcatum Vel.
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
17
Araliphyllum decurrens Vel.
Credueria arcuata Vel.
Hederophylluin
Dewalquea coriacea
primordiale
Vel.
Diceras cenomanicus Vel.
Sap.
Hederophylluin credneriaefolium Vel.
Butomites cretaceus Vel.
Benthamiphylluin dubium Vel.
Carpolithes vyserovicensis Bayer.
Credneria bohemica
Vel.
Verzeichniss der
Vyserovic gefundenen thierischen Reste.
Reste gehören hier zu den grössten Seltenheiten und nur zeit-
Thierische
weise stösst
in
man
auf häufigere Unionen, in deren Begleitung manche andere Arten
Die Insectenreste wurden nur nach sorgfältiger Durchsicht der zahl-
vorkommen.
reichen Blattabdrücke gefunden.
?
Fischembryo.
Unio
Brachinites truncatus.
Lamiites simillimus.
regularis.
Nematus
Velenovskya inornata.
lateralis.
Tinea araliae.
Chrysomelites simplex.
Gomphus
Phryganaea micacea.
Chironomites
serialis.
lateralis.
Koiinic.
Nördlich
mächtige
von
Böhmischbrod erheben sich über den permischen Schichten
die westlich vom Orte Kounic in einer Reihe von
Quadersandsteine,
Steinbrüchen ausgebeutet werden.
Von
abgebildete
hier
stammt der von Sternberg (Flora der Vorwelt) beschriebene und
der Protopteris punctata, von dem man damals dachte, dass
Stamm
derselbe der Steinkohlenformation angehört.
In
farnen
Museum mehrere Stämme von Baumund wurden dieselben von M. Dormitzer in der
„Ziva" 1853 beschrieben und abgebildet.
den 50ger Jahren erhielt unser
durch
Zeitschrift
Herrn
Nettwal
Später stellten wir das
Vorkommen von grauen Thonschiefern mit
Pflanzen
und Unionen sicher und ich Hess längere Zeit daselbst meinen Petrefactensammler Jos. Stiaska arbeiten. Dadurch wurde Material für die Arbeiten des
resten
Dr. Velenovsky gewonnen.
In
dem gegenwärtig
Quader etwa
denen
Hess
man
sich
in
grosse
bei
gut entblössten Steinbruche (Fig.
halber Mächtigkeit
der
6.)
liegen zu unterst
hier entwickelten Perucer Schichten, in
Höhlungen nach ßaumfarnen
vorfindet.
Eine solche Höhlung-
den fortschreitenden Steinbrucharbeiten in einer Länge von 22
Vor Jahren entnahm
1
m
m
messenden
/2
Höhlung den Stamm von Protopteris punctata, der nur a / 6 des Durchmessers der
Höhle hatte und in einem mürben braunen Detritus lag, der als Rest der Luftverfolgen.
ich
wurzeln des Baumfarnes zu betrachten
aus
einer
solchen
etwa
ist.
m von weisslichgrauen sehr feinen ThonFundort der zahlreichen von hier bekannten Pflanzenreste
Oberhalb dieses Quaders liegen 2
schiefern, welche
der
2
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
18
'
;
2*N,:
.^r^mXyZC^
a Qnadersand mit Höhlungen
Fig. 6. Steinbruch östlich von Kounie hei Böhmisihhrod.
nach Stammen von Dicksonia punctata und Fundort von Oncoptcris Nettwalli und Kouniciana.
(Pbotogr.
c Quadersand.
b Weisslichgraue an Pflanzenresten und Unionen reiche Thonschiefer.
von Dr. Jar. Perner.)
sind und in denen stellenweise die Unionenabdrücke
hause
iu
Kounie
auf 8
m
sicher gestellt
soll
Verzeichniss der
in
Kounie aufgefundenen Petrefacten.
Dicksonia punctata (Sternbg.
A. Pflanzen.
Cercospora coriococcum
Microdictyon
(Laccopteris)
Bayer.
Dunkeii
Onychiopsis (Thyrsopteris
capsulifera (Vel.) Natu.
Pteris frigida Heer.
Pteris Albertsii (Dunk. sp.)
sp.)
Heer.
Gleichenia Zippei Cda. sp.
Jeanpaulia carinata Vel.
Kirchnera dentata Vel.
Schenk.
Vel.)
Kirchnera aretica Heer.
Oncopteris Nettwalli Dorm.
Oncopteris Kauniciana (Dorm, sp.) Vel.
Heer.
Aspleniuni Foersteri Deb. et Ett. (Nach
Engelhardt.)
Beim Gast-
angehäuft sind.
eiuem Brunnengraben die Mächtigkeit dieser Thonschiefer
worden sein.
bei
Microzamia gibba Cda.
Kranuera Mirabilis
Dammara
borealis
Cda.
Heer.
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
19
Widdringtonia Reichii
Araliphylluru Kowalewski-
Ettg.
anum
Plutonia cretacea Vel.
Myricophyllum Zenkeri
Myricantkiuui amentaceum
Sap.
Araliphylluui transitivum. Vel.
Ettg.
Araliphyllum propinquum
Vel.
(Nach Engelhardt.)
Ficus Krausiana Herr. (Nach Engelhargt.)
Ara
Ficus stylosa Vel.
Hederophyllum primordiale Sap.
Hederophyllum credneriaefolium
Ficus
Penmi
Vel.
affinis Vel.
1 1
u
in
Vel.
Hymenaeophylluni primigenium Sap.
Sapindophyllum p e a g c u in
Vel.
Vel.
Vel.
Butomites cretaceus Vel.
Corticites stigmarioides Ett. sp.
i
1
B. Thiere.
Vel.
Unio
Unio
Bombacophyllura argillaceum Vel.
Eucalyptus Genitzi Heer.
Eucalyptus angustus Vel.
regularis.
scrobicularioides.
Chironomites unionis.
Callistemophyllum Bruderi Engelh.
Sylphites priscus.
Terminal iphylluui rectinerve Vel.
Kounicia bioculata.
3.
Vel.
Daphnophyllum
Credneria bohemica
Dewalquea coriacea
(Nach Engelhardt.)
Platanus laevis
phy
Vel.
Litsaea bohemica Eugelh.
Laurus
1 i
Gegend von Molitorov bei Kourini, Melnik an der Sazava und von
Kolin.
Südlich
Schichten,
von
Böhmisch-Brod
findet
deren Thone zur Fabrication
Pflanzenreste
sind bei
dieser
man
zerstreute
von Chamottwaare
Reste
Perucer
der
Verwendung
finden.
Gelegenheit noch nicht nachgewiesen worden.
Die
Lagerung ist unweit Molitorov an der Localität Diblikov gut zu beobachten.
Auf steil einfallendem Urgebirge mit Eisenerzlagern liegt horizontal der Quadersand und oberhalb desselben der graue Thon.
In Melnik oberhalb des Sazava - Flusses in der Richtung gegen Radvanic
entdeckte mein Neffe, Jos. Fric, ein Lager von weisslichen Thonen, die reich an
Blattabdrücken waren. Dieselben ähneln sehr denen von Kuchelbad bei Prag,
sind von grauer oder weisslicher Farbe und stark plastisch.
Dieselben wurden
zur Anfertigung der Pfannen für die nahen Glasshütten benützt.
Verzeichniss der
in
Melnik an der Sazava aufgefundenen Pflanzenreste.
Cercospora coriococcum Bayer (auf MagOnychiopsis (Thyrsopteris Vel.) capsu-
Myricophyllum Zenkeri Ett.
Myricophyllum serratum Vel.
Myricanthium amentaceum Vel.
lifera (Vel.) Nath.
Pteris frigida Heer.
Asplenium Foersteri Deb. et
Kirchnera arctica Heer.
Podocarpus cretacea Vel.
nolia amplifolia Heer).
Ett.
Salicipbyllum perucense Vel.
Gleichenia delicatula Heer.
Grevilleophyllum constans Vel.
Marattia cretacea Vel.
Grevilleophyllum tenerum Vel.
2*
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
20
Dryaudrophylluin cretaceuui Vel.
Eucalyptus angustus Vel.
Magnolia amplifolia Heer.
Araliphyllum Daphnophylluin Vel.
Diospyrophyllum provectum Vel.
Platanus laevis Vel.
Eucalyptus Geinitzi
Während
Schichten
in
auf
direkt
Schichten
rutzer
Fig.
7.
in
Profil
Kohlenfiötz.
e
Credueria boheuiica Vel.
Heer.
und
Kolin
im Thale
unmittelbaren
seiner
dem Urgebirge
dem Thale bei
bei Ctitar
liegen,
so findet
Umgebung
man weiter
Ctitar deutlich entwickelt.
umreit Kolin. p Perucer
Korycauei- Schichten mit Exogyra columba.
k,
Unten glaukonitischer Sandstein, oben welliger Kalk,
am Bache gaben
In
(Fig. 7.)
der
sie
vor
Mitte
Zeiten
eines
Korycauer
die
südlich die Pe-
In der Thalsohle
Schiebten mit einem
h Korycaner Schichten.
o
Scyphien Pläner.
Veranlassung su einem Versuchsbau auf Kohle.
kaum
2
m
mächtigen
Quadersandes
liegen graue
nissige Pflanzenschiefer (p).
Unmittelbar über diesem Quader liegt eine Exogirenbank
(e)
der Korycaner
Schichten, auf welche dann glauconitischer Quader, welliger Kalkstein und endlich
Scyphienplaener folgen.
Dieses
für die
4.
Auftreten
der Perucer
Schichten
in
der
Nähe der Stadt Kolin
ist
Frage der Wasserversorgung von grosser Wichtigkeit.
Gegend von Litomysl, Policka, Landsberg und Wamberg
Mähren.
Südlich
Schichten,
bis
nach
von Policka treffen wir abermals den südlichen Rand der Perucer
und zwar
bei der Localität
„Ledkov", wo man
vor Zeiten die stark
kiesigen Russkohleu wahrscheinlich behufs Alaunbereitung ausbeutete,
ansehnliche Halden Zeuguiss geben.
wovon noch
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
21
Es liegen hier vorerst graue, glimmerreiche Thonschiefer (Fig. 8. a), an
(w). Darüber liegen an 60 cm mächtige
Russkohlen (b), die von glauconitischen Sanden der Korycaner Schichten 30 cm
mächtig überlagert werden (c). Oben liegen zerstörte Plänermergel der Weissenderen Basis eine rostige Quelle entspringt
berger Schichten (Seinicer?)
(d).
Landsberg.
In der
berg
Gegend von Wildenschwerdt
findet
man unweit
der Ruine
die Perucer Schichten unter den glauconitischen Sandsteinen der
Schichten,
die
hier
Lands-
Korycaner
höchste Lage der uach Mähren sich hinziehenden Berg-
die
rücken bilden.
i^iii&i:
Profil der Lokalität „Ledkovna" bei Policka, a Perucer Schichten,
deren Basis eine eisenschüssige Quelle entspringt (n). b Lage von kiess-
Fig. 8.
an
haltiger Russ-Kohle.
c
der Korycaner Schichten,
Weissenherger Schichten.
Sandstein
d Plänermergel der
In einer vom Fusse der Ruine Landsberg östlich führenden Schlucht findet
man im Bachbette eine etwa 10 cm mächtige Lage festen, schweren, schlecht
spaltbaren
Ich entdeckte diesen
Thonschiefers, der reich an Pflanzenresten ist.
im Jahre 1866 und wurde derselbe später von Prof. Velenovsky genau
studirt.
Die Abdrücke erscheinen als schwarze noch mit einer abhebbaren Membran versehene Reste und eignen sich ausgezeichnet zum Studium, da auch die
Fundort
mikroskopische Structur erhalten
thümlich und
und acutiloba
namentlich
ist
es
ist.
Der
Charakter
auffallend,
fast allein die tiefsten
der Flora
ist
sehr eigen-
dass die Farne Gleichenia delicatula
Lagen oberhalb des Sandsteins decken.
die Schichtenfolge belehrt uns das in Fig. 9. gegebene Profil
Über
des Prof. Velenovsky.
Verzeichniss der bei Landsberg aufgefundenen Pflanzenreste.
Cercospora coriococcum Bayer.
Microdictyon
Schenk.
(Laccopteris)
Dunkeri
Onychiopsis capsulifera (Vel. sp.) Natb.
Gleichenia delicatula Heer.
Gleichenia acutiloba Heer.
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
22
Dammara
borealis Heer.
Cunninghamia stenophylla
Vel.
Cunninghamia elegans Cda.
Pinus Queustedti
Heer.
Cyparissidium minimum
Vel.
Sequoia heterophylla Vel.
Widdringtonia Reich
i
Ett.
spec.
Myricophyllum Zenkeri Ett.
Myricophyllum serratum Vel.
Myricanthium amentaceum Vel.
Eucalyptus angustus Vel.
Araliphyllum anisolobum
Vel.
Dewalquea pentaphylla
Corticites
sp.)
Vel.
stigmarioides
(Ettg.
Engelh.
dem Urgebirgs-
Nördlich von
zuge von Pottstein finden wir bei
Wamberg am
alten
Senftenberg einen
Wege nach
Rest
der Pe-
rucer Schichten. Dieselben treten
als
Conglomerate
auf, die in kleinen
Steinbrüchen zu Mühlsteinen ver-
im.
h
arbeitet wurden.
der Perucer Schichten in der Schlucht
bei Landsberg (Wildenschwert) Vel.
Fig. 9. Profil
Dünnplattiger Sandstein, b Quadersand. c Feste
dunkle Thonschiefer ohne Pflanzenabdrücke, d Schichte
von Thonschiefer mit Aralia anisoloba und Eucalyptus
a
augustus.
e
Dünnblättriger Thonschiefer mit zahlreichen
Pflanzenresten: Cunninghamia stenophylla, Pinus Quenstedti,
Sequoia
glimmerreicher
acutiloba.
i
sp.,
Aralia anisoloba.
f Dünnblättriger
mit zahlreichen
Gleichenia
Schwache Lage mürben Sandes,
k Quader-
Sandstein
ein
Versnchsbau
Auch wurde
hier
auf Kohle
ge-
macht der nachdem er die Pläner
der Weissenberger Schichten (Fig.
10. o)
und
die
Korycaner Schichten
(k) durchteuft hat auf die
Schichten
stiess, die ein
Perucer
schwaches
Kohlenflötz enthielten und direkt
auf Urgebirge lagen.
Durch einen ähnlichen Ver-
sand.
suchsbau wird
man
bei
Schirm-
dorf (Semauin) an der Mährischen Grenze auf die Gegenwart der Perucer Schichten
aufmerksam gemacht.
(Fig.
11.)
Mähren.
In
östlicher
Letovic.
Richtung ziehen sich die Perucer Schichten von der Grenze
Böhmens nach Mähren wo
sie bei
Moletein
schon Vorjahren hübsche Pflanzen-
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
23
Fig. 10.
an dem alten Wege von Wainberg nach Senftenberg.
Koryp Perucer Schichten mit einem schwachen Kohlenflötz.
Profil
r Gneiss.
Je.
caner Schichten,
reste lieferten.*)
—
Ihnen
o
Weissenberger Schichten.
gehören auch die schwefelkiesreichen Russkohlen von
Letovic an.
In neuerer Zeit
wurden
in
Mähren
zu technischen Zwecken gewonnen
z.
die plastischen
Opatovic
B. bei
Thone an mehreren Orten
unweit Gewitsch.**)
Das Detail der ausserhalb Böhmens liegenden Partien zu bearbeiten wird
Aufgabe der mährischen Geologen sein.
5.
Gegend vou Hofie, Belohrad bei
Kozäkov uud Bolidankov
Jicin,
bei Liebenau.
Von Konecchlum
Bergrücken in östlicher Richtung
bei Jicin zieht sich ein
gegen Hofic hin.
Bei Konecchlum besteht dieser an 60
Profil
Fig. 11.
von Schirmdorf
1.
*)
Jiter 0.:
**)
von Dr. E.
v.
iVergl. Dieses Archiv.
Mähren".
Mojsisovics
:
Band V.
Iserschichten, 62).
Perucer Schichten.
schweizerischen Gesellschaft
Krasser Fridolin
in
hohe Rücken bloss aus Quadersanden
„Flora von Moletein in Mähren. *
Denkschr. der allgemeinen
Zürich 1869.).
Kunatadt
m
f.
d.
(Beiträge zur Kreideflora.
Neue
gesammten Naturwissenschaften.
„Beiträge zur Kenntniss der fossilen Kreideflora von
(Beiträge zur Palaeontologie
und
Prof.
Dr. M. Neumayr.
der Univers. Wien". 1896. Bd. X. Heft
III.
pg. 113.).
und Geologie Oesteri eich Ungarns
Mittheilungen des
etc.
„Palaeont. Institutes
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
der Korycaner Schichten
;
denn ich fand
einem verlassenen Steinbruche am Fusse
in
der bewaldeten Berglehne zahlreiche Exogyra columba.
In den weiter nach Osten geöffneten
Steinbrüchen
in Vojic
und Podhornf
Ujezd nehmen
die Korycaner Schichten den höchsten Theil der entblössten Felsenmassen ein, an ihrer Basis sind aber die Perucer Quader oft zugänglich. Dieselben
sind von einer mürben fucoiden reichen Schichte bedeckt, die hier „Mekota" ge-
Fig. 12.
mation.
Profil des Horicer Steinbruches, pr Rothe Schichten der PermforThonschiefer und Letten der Perucer Schichten, p Bildhauersandstein
p'
d Weiche Fucoidenschichte, ,M ekota" Grenzschichte
und Korycaner Schichten, mit Resten von Landpflanzen.
k Quadcrsand der Korycaner Schichten mit Pecten aequicostatus, Pinna decussata,
Pygurus lampas etc. a Ader von Brauneisenstein, darüber eine runde Kugel wahrscheinlich von einem Schwamm (Geodia) herrührend, r Lage vou plattigem Sandstein der Korycaner Schichten.
der
Perucer Schichten,
zwischen
den
Perucer
naunt wird und die
in
ganz ähnlicher Art
z.
B. in
Kralup am Hostibejk die Perucer
Schichten von den Korycauer trennt und dort von den Arbeitern „Drozdi" (Hefe)
genannt wird.
Die Perucer Quader sind viel reiner und feinkörniger als die Korycaner
und führen nie Meeresconchylien. Sie liefern den guten Bildhauersandstein, dessen
beste Qualitäten am östlichen Ausgang bei Lukavec ausgebeutet werden. Dieser
Sandstein wird hauptsächlich in der Bildhauersclnile in Hofic verwendet. Das Lie-
gende der Perucer Schichten
direct auf Gneiss liegen.
sind
hier
rothe Schichten
der Permformation, die
Download from The Biodiversity Heritage Library www.biologiezentrum.at
25
03
pd
a
«8
.2
=3
u
sa
8 o
ja
H
«
a
'.
A
-ö
•
•
a
5H
;*'//v;
so
£
W>
n
o
äs
=
a
a
a
es