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Landesdurchforschung von Bohmen Vol 11-0001-0180

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STUDIEN
im Gebiete der

BÖHMISCHEN KREIDEFORMATION.
M

ö"

Perucer Schichten.
(Ergänzung zu Band

I.

n, p.

186.)

VON
Prof. Dr.

ANT. FRIC und

Dr.

EDWIN BAYER.

Mit zahlreichen Textfiguren.

fA_rchiv der naburwissenscriafblicrieri



Landesdurohforsohung von I3öhrnen.)

(Band XI. Nro.

2.)

PRAG.
DRUCK VON

Dr.

EDV. GREGR.



KOMMISSIONS-VERLAG VON
1900.

FR. RIVNÄC.


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VORWORT.
Landesdurchforschung i. J. 1870,
Untersuchung der einzelnen Schichten der böhmischen

Angriff nahm, waren unsere Kenntnisse über deren tiefste

,1h der ersten Publication des Coinitös für

wo

ich die palaeontologische

Krei deform ation

in

Lagen „die Perucer Schichten" noch so spärlich, dass ich mit deren Zusammenfassung bloss 4 Seiten füllen konnte, auf denen von 22 Arten Pflauzen und
7 Thierresten Erwähnung geschah. (Band I
Seit der Zeit war ich
II, p. 186.)
bemüht neues Material für die Museumssammlungen zu beschaffen und jüngere



Kräfte zu

dessen

Verarbeitung anzueifern.

Selbst

widmete


ich

den

spärlichen

Thierresten die gehörige Aufmerksamkeit.

Es gelang mir den

Prof. Dr.

Velenovsky für einige Jahre an die Bearbeitung

der Kreidepfianzen zu fesseln, was zu einer Reihe von wichtigen Publicatiouen führte.

Nachdem aber
von ihm

die

diesen Forscher die recente Botanik

Bewilligung zu

ganz occupirte,

gelang es mir

erlangen, seine Resultate in eine zusammenfassende


Arbeit für das Archiv der Landesdurchforschung benützen zu dürfen.

Bei Durch-

führung dieser Aufgabe war mir Dr. Edwin Bayer behilflich, dessen neuere For-

schungen über die Kreideflora hier eingereiht erscheinen.

Mit Rücksicht darauf, dass diese Studien auch die Popularisirung der einzum Zwecke haben, waren wir bestrebt die Abbildungen
der meisten Vertreter der Gattungen und Arten, die in verschiedenen schwer zugänglichen Abhandlungen zerstreut sind, wenigstens in verkleinerten, restaurirteu
Skizzen zu bringen und einheimischen Sammlern die Bestimmung der Funde zu
heimischen Palaeontologie

erleichtern

und das Erkennen von neuen Vorkommnissen zu ermöglichen.

Die Grundlage für den botanischen Theil dieser Arbeit sind die Arbeiten
des Prof. Dr.
die in

J.

Velenovsky namentlich die

„Kvötena fceskßho cenomanu",

den Abhandlungen der kön. böhm. Gelehrten Gesellschaft der Wissenschaften


und aus der wir auch einige Partien in wörtlicher
Übersetzung oder im Auszuge einfügen. Die übrige benützte Literatur führt Dr.
Ed. Bayer weiter unten am Eingange zu dem kritischen illustrirten Verzeichnisse au.
(1889, mit 6 Tafeln) erschien

von mir in letzter Zeit durchgeführten Aufnahme vieler Profile
versuchte ich auch die Seehöhe der Basis unserer Kreideformation sicherzustellen,
soweit dies mit Hilfe eines Taschenaneroids möglich war; überzeugte mich aber,
Bei der

l*


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dass bei der Unzuverlässigkeit dieser Instrumente die Resultate beschränkten

Werth

hätten und dass die Durchführung dieser Aufgabe in der Zukunft einem Geödeten
(in

Begleitung eines Geologen) zugewiesen werden muss.

Im Einsammeln des Materiales wurde bis auf die jüngste Zeit fortgefahren,
dem ausgiebigen Fundorte Vy§erovic, dann bei Vydovle und HlouVon dem neuen Fundorte Votrub bei Schlan wurde eine Suitte von Herrn

namentlich an
betfn.


Dvofäk, Fotografen

in Schlan,

Das sämmtliche
geordnet im neuen
stellt

und

bei

Bei
in

erworben.

in dieser unserer Arbeit berücksichtigte

Museum

in einer

jedem abgebildeten Originale die nötbigen Citate

dem Umstände,

dass

Material


ist

Reste

beigefügt.

der Landpflanzen aus der Kreideformation

der ganzen Welt nur an sehr wenigen Fundorten angetroffen werden,

vorliegende

Bearbeitung

von

genau

Reihe von Schränken im Saale Nr. 5 ausge-

allgemeinerem

als

bloss

ist

die


localem Interesse und

um

und Museen die Acquisition dieser seltenen Funde zu erleichtern
stellten wir Dublettensammlungen zusammen, um deren Erlangung man sicli an
das Museum zu wenden hat.

Fachmännern

Wir

hoffen, dass diese Studie zu weiterer

Arbeit im Bereiche der Perucer

Schichten aneifern wird.
Prag, im April 1900.

Prof.

Dr. Ant.

Fric.


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und Gliederung der Perucer Schichten.


Charakteristik

Die Perucer Schichten

sind

Süsswasserablagerungen, welche an der Basis

unserer Kreideformation liegen.

Reuss*)

Prof.

erwähnt derselben bloss

als

untergeordneten Einlagerungen

Quader und führt graue, gliinuirigsandige Thone von Webfan und
schwarzen Schieferthon mit unzähligen Resten von Landpflanzen aus Peruc an.
Auch erwähnt derselbe schwache, nicht bauwürdige Flötze von „Braunkohle" an.

im

unteren

dem


In

citirten

Werke

(IL p. 81) bearbeitete

Corda die Pflanzenreste der

böhmischen Kreideformation, von denen der grösste Theil den Perucer Schichten
entstammt.

Die Ablagerungen der Perucer Schichten bestehen aus Conglomeraten, groben
Sandsteinen, feinen Sandsteinen und grauen Thonschiefern, aber es lässt sich keine

Regelmässigkeit im Auftreten dieser verschiedenen Gesteinsarten constatiren.

Conglomerate, wenn
ein

B. bei

z.

Wamberg, wo

Die Sandsteine
Kalk


Bindemittel

als

Der Grad
körnige

werden

ihrer

als

zeichnen

ist

sich

Regel die Basis

vor Allem dadurch aus, dass sie keinen

und dass

besitzen

Körnung


in der

zu Mühlsteinen verarbeitet wurden.

sehr

Sandsteine liefern

feste

vorhanden sind, nehmen

sie

sie

sie

keine marinen Petrefacten führen.

verschieden

und ihre Festigkeit auch.

Fein-

ausgezeichnetes Material für Bildhauerei, andere

Schleifsteine benutzt.


Die Thonschiefer

sind meist schwärzlich, glimmerreich

und liegen bald

an der Basis, bald zwischen die Sandsteinbänke eingelagert.

Die Kohlenf lötze,
förmige

locale

die sie stellenweise einschliessen, sind meist linsen-

Uferablagerungen,

die sehr geringe horizontale

und

verticale Aus-

breitung besitzen.

Diese

Süsswasserablagerungen fehlen auch an manchen Stellen des ehemaund die marinen korycaner Schichten liegen dann direkt auf dem

ligen Seebeckens


Urgebirge oder anderen alten Formationen,

die das Liegende der Kreideformation

dadurch zu erklären, dass das Niveau des Süsswasser-Sees ein
So sehen wir z. B.
niedrigeres war als das des später eingedrungenen Meeres.
bei Elbeteinitz, Kainaik, Sbyslav Spondylen und Austern direkt an den GneissDies

bilden.

scholleu
*)

ist

angewachsen,

woraus zu ersehen

ist,

dass

Reus: Versteinerungen der Böhm. Kreideformation.

dieselben
II.


p. 116.

als Riffe

aus

dem


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die Perucer Schichten ablagerte, hervorragten und erst später

der

Süsswassersee,

unter das Niveau des Meeres kamen.

Das Liegende der Perucer Schichten
ist

sehr

verschieden

je

nach

Kohlen und Pennformation

Gegend,

der


man

trifft

als

wo

auftreten,

sie

Urgebirge,

Silur,

Grundlage derselben, wie man aus nach-

folgender Übersicht der wichtigsten Localitäten ersieht.

Prosik

.

.

.

.


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Nehvizd
Kounic
Kolin

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Policka

Landsberg

.

.

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Wamberg

.

.

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Hradek

.

.

Melafyr.

Kieselschiefer.

.

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Permformation.

Lipenc

.

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.

Perm.

Gneiss.

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Urgebirge.

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Gneiss.

Kuchelbad

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.

.

Kohlenformation.

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Perm.

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Liebenau


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.

Obersilur.
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Silur.

Perm und Porfyr.

Das Hangende sind bei ungestörter Lagerung ganz regelmässig die maSie verrathen sich schon von weitem durch grünliche
rinen Korycaner Schichten.
Färbung, die stellenweise durch glauconitische Sande und Mergel noch deutlicher wird.

Die Scheidegrenze zwischen den Perucer und Korycaner Schichten bildet an

manchen Orten

eine

mürbe

an Fucoiden reiche Schichte, welche das
In Kralup wurde

Mischung von Süss- und Salzwasser sein mag.

von
Schichte
den Steinbrechern „drozdf" (Hefe) genannt,
diese
Resultat einer

(Weichschicht).

facten vor,

in

Hofic „mökota"

Unter dieser Schichte kommen keine marinen Petre-

in ihr

und oberhalb derselben sind marine Arten häufig und sind
vom damaligen Kontinente: Coniferen und Cycadeen

denselben auch Pflanzenreste
beigemischt.

Unbedeckt

erscheinen

die


Perucer Schichten selten,

Rändern, wo das Hangende abgeschwemmt

Das Alter der Perucer Schichten wird
trachtet,

da

diese

Schichten liegen.

als

das der ceuomanen Periode be-

Schichten concordant unter den marinen cenomaneu Korycaner

Es

ist

aber nicht ausgeschlossen, dass die uns hier vorliegende

Flora durch längere Zeit hindurch das Festland

den

und das nur an den


ist.

umgebenden Meeren

sich

allmählig

die

Böhmens

deckte, zur Zeit,

seeundären Formation ablagerten, namentlich die der unteren Kreide.

nach nur möglich
siud,

als die

wo

in

verschiedenen Schichten der älteren

mit Sicherheit anzunehmen, dass


die Perucer

Es

ist

Schichten

demälter

cenomanen marinen, aber wie lang die Zeit ihrer Ablagerung zurück

reicht, lässt sich nicht constatiren.


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Beschreibung der im Bereiche der Ferucer Schichten
untersuchten Localitäten.
Den Charakter und die Lagerung der Perucer Schichten erkannte
wo es mir gelang zum erstenmale thierische Reste

ich

Jahre 1865 in Peruc,

in

im
den


und zwar eine Schecke (Tanalia)
und mehrere Teichmuscheln (Unio).
Seit der Zeit widmete ick während der Durchforschungsarbeiten immer
auch diesen Schichten meine Aufmerksamkeit und ich will in nachstehendem nur
die wichtigsten neuen Ergebnisse erwähnen.
Im Jahre 1865 entdeckten wir den Fundort Bohdankov bei Liebenau,
wo die pflanzenführenden Schichten wegen Contact mit Porfyr fest und schön
an Pflanzen reichen Thonschiefern zu entdecken

röthlich gefärbt sind.

Später

liess ich

Vygerovic

arbeiten,

in Kouuic bei Böhmischbrod und im nahen
wodurch das Material zu den Arbeiten des Dr. Velenovsky

längere Zeit

gewonnen wurde.

Zu

dieser Zeit


von diesen Fundorten

kam durch

einen Herrn, den ich nicht nennen

an Prof. Saporta in Frankreich,

böhmische Funde früher

in

Frankreich

publicirt

wodurch

wurden,

will, ein

Theil

es geschah, dass

bevor wir

bei


uns das

vorliegende grosse Material bewältigen konnten.

Später unternahm Dr. Velenovsky im Auftrage des Durchforschungskomitös
Untersuchung von vielen Localitäten der Perucer Schichten, wobei er genaue
Profile aufnahm und neues Material beschaffte. Gutes Material aus der Schlaner
Gegend erhielten wir von dem eifrigen Sammler daselbst Herrn Photografen
die

Dvofäk.

Im Jahre 1898 begann
Localitäten

ich

von neuem

und unternahm mehrere Ausflüge

die

genaue Untersuchung mehrerer

theils allein,

theils


mit Dr. Edwin

Bayer und Dr. Perner die wichtigen Localitäten nochmals zu untersuchen,

sie

zu

und ihre Lage zu precisiren.
Im Ganzen wurden an 40 Localitäten untersucht und das eingesammelte
Material über 200 Arten repräsentirend, ist nun im Museum deponirt.
Bei der nun begonnenen Niederschreibung meiner Erfahrungen wurde in
mir natürlicherweise der Wunsch rege, alle die Localitäten, die ich während der
photografiren


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10
verflossenen 40 Jahre besuchte

Diess

nur

als

von neuem und noch gründlicher zu untersuchen.

und es mögen meine Schilderungen

Anregung zu neueren Forschungen betrachtet worden.

ist

aus vielen Gründen nicht möglich

änderten mit der Zeit ihr Aussehen,

Viele der Localitäten
in Verfall,

wurden undeutlich, andere bieten

durch

jetzt

kamen

einige

fortgesetzte Steinbruch-

arbeiten oder durch Bahneinschnitte bessere Einsicht in das Auftreten der pflauzen-

führenden Schichten.
Diess alles

1.


möge man

bei der Beurtheilung meiner Arbeit erwägen.

Die Gegend östlich von Prag über Vysocan, Chvala und Pocernic.
Wir beginnen

Schilderung der untersuchten Localitäten in derselben

die

Reihenfolge, wie es bei den Korycaner und folgenden Schichten

von

Prag aus

westlichen

in

östlicher

geschah,

nämlich

Richtung bis an die mährische Grenze und daun den

Rand von der Launer Gegend über


Schlau, Rakonic nach den westlich

von Prag liegenden Partien.
Schliesslich werden wir noch einen Ausflug
Gegend von Kralup und Lobkovic machen.

Nordöstlich

Schichten

von

Prag

des Untersilurs

liegt

am

Plateau

ein

Horizont
der

ins


mittlere

oberhalb

Ablagerungen

Böhmen

Vysocan,
der

in die

über

den

Kreideformation,

dessen Basis die uns beschäftigenden Perucer Schichten bilden. (Fig.

1.)

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Profil nördlich von Hloubetln über die
Tiinucleus ornatus. 6 Eisenschüssiges Couglomerat.

Fig.

d Quadersand des Per. Seh.

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Prosik deutlich,

Ihr Anfang

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der

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Perucer Schichten.
Schichten

Grünliche Lageu der Korycaner

Weissenberger Plaener.

g Diluviallehm.

im Terrain durch einen deutlichen Absatz unweit des Ortes
markirt,

wie

man

es

gut von der Anhöhe des Zizkabtrges

wahrnimmt.
Steigt man von Lieben gegen die Anhöhe bei Prosik, so begegnet man die
grauen Thonschiefer der Perucer Schichten bei dem Orte Dedina in den Gräben
des Fahrweges, wo sich auch ihre Gegenwart durch Wasserführung und üppigen

Baumwuchs

halb

kuudgiebt, den

Vysocan

verfolgen kann.

bei

mau danu

längs ihrer Lage über die Weingärten ober-

dem Orte Fleischinanka und au der ganzen Lehne

bis Cliwala


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11

Auf den Thonschiefern

liegen

Quadersande der Perucer Schichten und die

höchsten Lagen lassen sich durch grünliche Färbung und stellenweise eingelagerten


dunkelgrünen Letten

als die

marinen Korycaner Schichten erkennen.

In nördlicher Richtung bei Korycan, Kojetitz und

rycaner Schichten

keine Spur vorhanden, woraus zu ersehen

Lobkovic ruhen die Ko-

und von den Perucer Schichten

auf Silurschichten,

direkt

ist,

ist

dass die Perucer Schichten nur eine

Uferablagerung des ehemaligen Süsswassersees darstellen.

Wahrscheinlich ragten die Silurfelsen


als Riffe

dem Süsswassersee

aus

her-

vor und kamen erst später nach Eindringen
des Meeres unter den Wasserspiegel.

Die Lagerung
sieht

man aus dem

und Mächtigkeit

Profil des Dr.

er-

Velenovsky.

(Fig. 2.)

Auf schwarzen silurischen Schiefern
mit Trinucleus ornatus und Dalmanites so-


Quadersande. (Fig.

cialis liegen

In dieselben

2. i.)

mürbere Schichten

sind

mit kohlenführenden grauen Letten unregel-

mässig
direkt

dem

indem

sie

entweder

Silur oder höher

zwischen

eingelagert


auf

e,

den Quaderbänken auftreten.

So sind

sie z. B.

oberhalb Hloubötin

bei der verlassenen Alaunhütte,

direkt auf Silurschichten, Etage

während

in

sie

„v Hutich"
Dd 4 liegend,
,

Chwala ganz von Quader-

sanden verdrängt werden, so dass diese direkt auf


dem

(Die

Silur liegen.

Alaunhütte benützte den Reich-

thum an Schwefelkiesen der schwarzen Perucer kohliger Schieferthöne

zur

Bereitung

von Alaun.)
in

Nördlich von Hloubetin sind die Quader
manchen Lagen sehr mürbe und werden

um nach Prag
Sand auf ärmlichen Einspännerfuhren verführt zu werden. Dadurch entstanden ausgedehnte Katakomben, die von
Fledermäusen, Vesperugo noctula, Vespertilio
murinus und anderen Arten bewohnt werden.
Hier bei Hloubetin und auch anderwärts wechselt die Mächtigkeit der Thonschiefer und Quadersande stellenweise so,
dass das eine auf Kosten des Anderen mächtig
wird. Beide trugen dazu bei die zahlreichen
seit vielen


Jahren ausgebeutet

Unebenheiten

der

Oberfläche

der

Silurfor-

an dem Kohlenschurf

Profil

Fig. 2.

als weisser

östlich

von Vysocan.

a Ackerkrume,

(Vel.)

c Sand
d Mürbe Thonschiefer ohne Pflanzenreste, e Mürbe Thon-


mit

Sandsteinbrocken,

schiefer mit
resten.
trieben,

mit

Diluviallehm,

b

vielen

f Feste

verkohlten

Pflanzen-

wurde der Stollen

In diesen

schiefrige

Cunninghamia


ge-

Thonschiefer

elegans, Laccopteris,

Eucalyptus und Gervillea constans.

i Thonohne Pflanzenreste. Je Russige
kohlenführende Schichten. I Quadersand

schiefer

der auf Silurschichten mit Trinucleus ornatus

liegt.


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12
auszufüllen und die Fläche so zu plauireu, dass dann das obere Niveau
Quadersande
eine ziemlich wagrechte Linie bildet, die nach Auflagerung der
der
Korycauer und Weissenberger Schichten und etwas Diluviallehm noch vollkom-

mation


mener wurde.
Verzeichniss der nördlich von Hloubetin, zwischen Vysocan und Chwala,

aufgefundenen Petrefacten.

Widdringtouia Reichii

Drynaria tumulosa Bayer.
Microdictyon

Dunkeri

(Laccopteris)

Ett.

Echinostrobus minor Vel.
Frenelopsis bohemica Vel.

Schenk.
Gleichenia multinervosa Vel.

Myricophyllum Zenkeri Ett.
Myricophyllum serratum Vel.

Gleichenia crenata Vel.

Myricanthium amentaceum

Gleichenia delicatula Heer.


Dryandrophyllum cretaceum Vel.

Gleichenia Zippei Corda sp.

Grevilleophyllum constans Vel.

Podozamites obtusus Vel.

Krannera mirabilis Cda

in

Vel.

Cocculophyllum cinnamomeum Vel.

lit.

Damuiara borealis Heer.
Cuuuinghamia elegans Cda
Cunuiughamia stenophylla Vel.

Eucalyptus Geinitzi Heer.
Eucalyptus angustus Vel.

Sequoia heterophylla

Dewalquea coriacea Vel.


Araliphyllum foruiosum Heer.

Vel

Sequoia major Vel.

Butomites cretaceus Vel.

Sequoia crispa Vel.

Corticites

Ceratostrobus sequoiaephyllus Vel.

stigmarioides

(Ettg.

sp.)

Engeln.

Der Zug der Perucer Schichten können wir bis in den Ort Chwala
Bevor wir noch zu dem genannten Orte gelangen, macht die nach Norden
sich wendende Turnauer Bahn einen tiefen Einschnitt in die Quadersande.
Von hier ab werden dieselben mächtiger und verdrängen ganz die schwärzverfolgen.

lichen Schieferthone.

Oestlich von Chwala werden


die Perucer

Schichten

unweit des Kirchhofes

von typischen sandigen Korycanerschichten bedeckt.
Vergl. Archiv.

Band

I.

IL, p.

193.

Zwischen Chwala und Ober-Pocernitz sah ich in den fünfziger Jahren einen
Versuchsbau nach Kohlen und brachte fürs Museum Belegstücke mit, welche
Eucalyptus Geinitzi Heer, Eucalyptus angustus Vel. enthielten, die beweisen, dass hier die

schwärzlichen Schieferthone

ein gauz schwaches Kohlenflötz

geführt haben.

In


südlicher

Richtung

sind

noch im Pocernitzer Wald unweit des Jäger-

hauses spärliche. Reste der Perucer Schichten zu bemerken, die eine

Ansammlung

von Schneewasser erklären, in dem in manchen Jahren der Branchipus Grubii im
April vorkömmt. Auch unweit Jirna sind spärliche Reste vorhanden. Es sind dies
die

Andeutungen des südlichen Randes des ehemaligen Süsswassersees

in dieser

Gegend.
In

Norden

Richtung gegen die Elbe
und die Wasseransammlung

der


ein

hin
in

fallen

die Perucer Schichten nach

der Tiefe bei Toushu,

die für einige


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13

Zeit die Erscheinung eines Artesischen Brunnens hervorrief,

Lagerung

der

wasserhaltigen

schwarzen

Schieferthone


steht gewiss mit der

der Perucer Schichten in

Verbindung.
2.

Die Gegeiid von Nehvizd, Vyserovic und Konnic.

Die Steinbrüche südlich von Nehvizd gewähren einen guten Einblick in die
Gliederung der Perucer Schichten.
Sandsteine

gute

die gothischen

zu Schleifsteinen

Es wurden hier lauge Jahre hindurch sehr
und zu Steinmetzarbeiten gewonnen und sind

Ornamente des Prager Domes haupsächlich von

da.

Seitdem die Quadersande der Korycaner und Perucer Schichten- bei Hofic

Werke


ausgebeutet werden, kamen die Nehvizder

Die guten Schichten wurden früher
mit Wasser

füllt,

das

mit

Mühe

entfernt

in Verfall.

in der Tiefe

gewonnen, welche sich immer

weiden muss.

Gegenwärtig wird nur

iu

den oberen Schichten gearbeitet.
Bei einem im Jahre 1866


Fig.

3.

gemachteu Besuche

Steinbruch südlich von Nehvizd mit

selben Hohe,

einer

der Steinbrüche

Lage schwärzlichen Sandsteins

welche in Vyserovic die Pflanzenreichen Thonschiefer einnehmen.
Photographie des Dr.

J.

konnte ich

Perner. 1898.)

in der-

(Nach einer



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14

Zwecken verwendbaren
unsere Sammlung nehmen.

eine vollständige Reihe der verschiedenen zu verschiedenen

Sandsteine sicherstellen und von allen Proben für
Die tiefsten Lagen liefern zuerst grobkörnige Sandsteine mit eisenschüssigen

Adern und zahlreichen scharf begrenzten Hohlräumen nach Pflanzenresten. Diese
Eine andere Lage ist weiss feinkörnig mit
weissem Glimmer und findet Verwendung in der Marmorschleiferei. Die noch höhere
liefern Schleifsteine für Eisengeschirr.

Lage ist weisser, sehr feinkörniger Sandstein mit Blattabdrücken, der Schleifsteine
uud Bildhauermaterial liefert.
Verzeichniss der

den Sandsteinbrüchen von Nehvizd aufgefundenen

in

Petrefacten.

Sequoia fastigiata Stnbg.

Dicksonia punctata Stnbg.


sp.

Bombacophyllum argillaceum

Podozamites obtusus Vel.

Kranner a mirabilis

Sequoia Reichenbachi Gein.

Vel.

Eucalyptus angustus Vel.

(Jda.

Araliphyllum Daphnoph}

sp.

Uum

Vel.

Graue Thonschiefer mit Pflanzen treten hier nicht auf, aber eine Lage von

Höhe wie

in


Steinbrüchen bei Vyserovic die pflanzenreichen Thonschiefer. (Fig.

3.)

schwärzlichen

mürben Sandsteinen

liegt

derselben

in

den nahen

Yyserovic.
Im Süden
arbeiteten

des Ortes

Steinbrüchen,

eine Reihe von theils verlassenen, theils noch be-

ist

welchen die Quadersandbänke


in

mit Lagen von grau-

schwarzem Scbieferthon abwechseln.
Die Einlagerungen des Thonschiefers wechseln

in

Mächtigkeit

der

und

es

sind nur gewisse wenig mächtige Partien, welche reich an Pflanzenresten sind.

Im Steinbruche

Herrn Stupecky

des

mächtige Bank von Quadern
Thonschiefern liegt (Fig.

4.


entblösst, auf

Nur

b).

(Fig. 4. a)

welcher

die untersten

ist

zu unterst eine 3

eine 2 X/S

20— 30 cm

an Pflanzenabdrücken und aus dieser Schichte stammen

m

m

starke Lage von

derselben sind reich


fast alle in

nebenstehendem

Verzeichniss angeführten Arten.

Es

scheint, dass eine orkanartige Katastrofe die

ligen Festlande

dem Urwalde entraubte und

eine

Pflanzentrümmer am dama-

Ueberschwemmung

dieselben an

die Ufer des damaligen Sees ablagerte.

Ueber der Schichten
Lage
sich

b liegt eine 2 J / 2 »»


auffallend reich au Holzkohlen ähnlichen

auch an anderen Localitäten wiederholt

am Rande

sonderen Erscheinungen

Bank von Quader (c) dessen oberste
Trümmern ist, welche Erscheinung

und gewiss eine Folge von ganz be-

des damaligen Urwaldes

mit einem Waldbrande zusammenhängt.

Die folgende etwa

sein

muss, vielleicht

m

mächtige Thon-

1


schieferbank (d) enthält nur sehr spaarsame Pflanzenreste und wird von

störtem plattigem Sandstein
Prof. Velenovsky

Reihe auf (Fig.
weist

und

bei

5.)

nahm

1

m

zer-

überlagert.

(e)

vor Jahren

ein


Profil des letzten Steinbruches der

das andere Mächtigkeitsverhältnisse der einzelnen Bänke auf-

dem genau

Im Orte Vyserovic

bei

i

die Fundschicht

der Baumfarne präcisirt wurde.

selbst stehen] die Thonschiefer

ungemein reich an Coniferenresten

sind.

beim Gasthause

an,

wo

sie



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15

Fig.

4.

Steinbruch des Herrn Stupecky, südlich von Vyserovic mit

zwei Lagen von

pflanzenführeadeni Thonschiefer. (Photogr. Dr. Perner, 1898.)
a Untere

Quaderbank,

b

Pfianzenreicher Thonschiefer.

Thonschiefer.

e

Verzeichniss der

c


Obere Quaderbank,

Zerstörter plattiger Quader von

in

d Pflanzenarme

Ackerkrume bedeckt.

Vyserovic aufgefundenen Pflanzenpetrefacten.

Cercospora coriococcum

Pteris Albertsii (Dunk.

sp.)

Heer.

Phacidium circumscriptum Bayer.

Dicksonia punctata (Sternbg.

sp.)

Heer.

Pucciniteä.cretaceus Vel.


Gleichenia Zippei Cda. sp.

Bayer.

Acrostichum (Rhipidopteris) cretaceura

Kirchnera aretica

Drynaria fascia Bayer.

Drynaria tumulosa

Bayer.

Microdictyon (Laccopteris) Dunkeri Seh.
Dipteriphylluin (Platycerium) cretaceum

(Thyrsopteris)

(Vel. sp.) Nath.

Pteris frigida Heer.

Heer.

Jeanpaulia carinata Vel.

Marsilia

(cretacea Vel.)


perucen-

sis Bayer.
Selagiaella dichotoma Vel.

(Vel. sp.) Krasser.

Onychiopsis

Gleichenia rotula Heer.

Gleichenia crenata Vel.

Vel.

capsulifera

Microzamia gibba Cda.
Krannera mirabilis Cda.
spec. Engelhardt).

(Pinus


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16

Damrnara borealis


Heer.

Cuiininghainia elegans
Cunninghamia steuophylla

Cda.

Vel.

Pinus Quenstedti Heer.
Pinus protopicea Vel.
Pinus cretacea Vel.
Plutonia cretacea Vel.

Sequoia heterophylla

Sequoia minor

Vel.

Vel.

Ceratostrobus echinatus Vel.

Widdringtonia R e
I

^y
i


—r"^

r~i

i

c

h

Ett.

i

i

Chamaecyparites spec.
^

*-

Juniperus macilenta Heer.

Echinostrobus squamosus

Vel.

Frenelopsis boheinica Vel.


Myricophyllum Zenkeri Ett.
Myricophyllum serratum Vel.
Myricanthium amentaceum Vel.
Ficus

k

Peruni Vel. (Nach Engelhardt.)

Ficus suspecta Vel.
Proteopsis Proserpinae

Vel.

Grevilleophyllum constans Vel.
l

Banksiphyllum Saportanum Vel.
Aristolochia tecomaecarpa Bayer.

Magnolia amplifolia
Pia tan us laevis

Heer.

Vel.

Hymenaeophyllum

pr


m

i

i

geniu

m

Sap.

Ingophyllum latifolium Vel.
um pe1 ag cu
Sapindophyllum apiculatum Vel.

Sapindophy

5. Profil des letzten grossen Steinbruches des Herrn Noväk in Vyie-

Fig.

rovie. (Vel.)
a Ackerkrume, b Grosse Saudsteinplatten.
e,

d Verschieden grosse Sandsteinbrocken

sandigen Lagen, c Graue, weisse

oder bunte fette Letten mit bröckliger nicht

in lettig

ohne Pflanzenreste.
i Lager von Dicksonia (Protopteris) punctata, k Plastische
mürbe Letten wie Schicht e. I Schwärzliche
spaltbare Thonschiefer mit viel Kohlensubstanz und zerbrochenen Pflanzenresten.
m Mächtige Schichte von grauen Thonschiefern mit viel weissem Glimmer, in
grosse Platten spaltbar mit schön erhaltenen
Pflanzenresten, unter denen Credneria bohemica, Hymenea primigenia, Hedera primordialis etc. (s. Verzeichniss). n Quadersand der auf Silurschichten lagert.
schiefriger

Struktur,

/Mächtige Quadersande,

1 1

ni Vel.

i

Cissophyllum exulum Vel.
Bombacophyllum argillaceum

Vel.

Ternstroemiphyllum crassipes Vel.


Eucalyptus Geinitzi
Eucalyptus angustus

Heer.
Vel.

Callistemon cretaceum Vel.

Leptospermum cretaceum

Vel.

Araliphyllum trilobum Vel.
1 i p h y 1 1 u m K o w a 1 e
Araliphyllum minus Vel.

m

Sap.

Araliphyllum propinquum Vel.
Araliphyllum Daphnophy llum

Vel.

Ara

wsk

i


anu

Araliphyllum transitivum Vel.

Araliphyllum furcatum Vel.


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17

Araliphyllum decurrens Vel.

Credueria arcuata Vel.

Hederophylluin

Dewalquea coriacea

primordiale

Vel.

Diceras cenomanicus Vel.

Sap.

Hederophylluin credneriaefolium Vel.


Butomites cretaceus Vel.

Benthamiphylluin dubium Vel.

Carpolithes vyserovicensis Bayer.

Credneria bohemica

Vel.

Verzeichniss der

Vyserovic gefundenen thierischen Reste.

Reste gehören hier zu den grössten Seltenheiten und nur zeit-

Thierische

weise stösst

in

man

auf häufigere Unionen, in deren Begleitung manche andere Arten
Die Insectenreste wurden nur nach sorgfältiger Durchsicht der zahl-

vorkommen.

reichen Blattabdrücke gefunden.

?

Fischembryo.

Unio

Brachinites truncatus.

Lamiites simillimus.

regularis.

Nematus

Velenovskya inornata.

lateralis.

Tinea araliae.

Chrysomelites simplex.

Gomphus

Phryganaea micacea.
Chironomites

serialis.

lateralis.


Koiinic.
Nördlich

mächtige

von

Böhmischbrod erheben sich über den permischen Schichten
die westlich vom Orte Kounic in einer Reihe von

Quadersandsteine,

Steinbrüchen ausgebeutet werden.

Von
abgebildete

hier

stammt der von Sternberg (Flora der Vorwelt) beschriebene und
der Protopteris punctata, von dem man damals dachte, dass

Stamm

derselbe der Steinkohlenformation angehört.
In

farnen


Museum mehrere Stämme von Baumund wurden dieselben von M. Dormitzer in der
„Ziva" 1853 beschrieben und abgebildet.

den 50ger Jahren erhielt unser

durch

Zeitschrift

Herrn

Nettwal

Später stellten wir das

Vorkommen von grauen Thonschiefern mit

Pflanzen

und Unionen sicher und ich Hess längere Zeit daselbst meinen Petrefactensammler Jos. Stiaska arbeiten. Dadurch wurde Material für die Arbeiten des

resten

Dr. Velenovsky gewonnen.
In

dem gegenwärtig

Quader etwa
denen

Hess

man
sich

in

grosse
bei

gut entblössten Steinbruche (Fig.

halber Mächtigkeit

der

6.)

liegen zu unterst

hier entwickelten Perucer Schichten, in

Höhlungen nach ßaumfarnen

vorfindet.

Eine solche Höhlung-

den fortschreitenden Steinbrucharbeiten in einer Länge von 22


Vor Jahren entnahm

1

m

m

messenden
/2
Höhlung den Stamm von Protopteris punctata, der nur a / 6 des Durchmessers der
Höhle hatte und in einem mürben braunen Detritus lag, der als Rest der Luftverfolgen.

ich

wurzeln des Baumfarnes zu betrachten

aus

einer

solchen

etwa

ist.

m von weisslichgrauen sehr feinen ThonFundort der zahlreichen von hier bekannten Pflanzenreste

Oberhalb dieses Quaders liegen 2

schiefern, welche

der

2


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18

'

;

2*N,:
.^r^mXyZC^

a Qnadersand mit Höhlungen
Fig. 6. Steinbruch östlich von Kounie hei Böhmisihhrod.
nach Stammen von Dicksonia punctata und Fundort von Oncoptcris Nettwalli und Kouniciana.
(Pbotogr.
c Quadersand.
b Weisslichgraue an Pflanzenresten und Unionen reiche Thonschiefer.

von Dr. Jar. Perner.)

sind und in denen stellenweise die Unionenabdrücke

hause


iu

Kounie

auf 8

m

sicher gestellt

soll

Verzeichniss der

in

Kounie aufgefundenen Petrefacten.
Dicksonia punctata (Sternbg.

A. Pflanzen.

Cercospora coriococcum
Microdictyon

(Laccopteris)

Bayer.

Dunkeii


Onychiopsis (Thyrsopteris
capsulifera (Vel.) Natu.
Pteris frigida Heer.
Pteris Albertsii (Dunk. sp.)

sp.)

Heer.

Gleichenia Zippei Cda. sp.

Jeanpaulia carinata Vel.

Kirchnera dentata Vel.

Schenk.
Vel.)

Kirchnera aretica Heer.
Oncopteris Nettwalli Dorm.
Oncopteris Kauniciana (Dorm, sp.) Vel.

Heer.

Aspleniuni Foersteri Deb. et Ett. (Nach
Engelhardt.)

Beim Gast-


angehäuft sind.

eiuem Brunnengraben die Mächtigkeit dieser Thonschiefer
worden sein.

bei

Microzamia gibba Cda.

Kranuera Mirabilis

Dammara

borealis

Cda.

Heer.


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19

Widdringtonia Reichii

Araliphylluru Kowalewski-

Ettg.


anum

Plutonia cretacea Vel.

Myricophyllum Zenkeri

Myricantkiuui amentaceum

Sap.

Araliphylluui transitivum. Vel.

Ettg.

Araliphyllum propinquum

Vel.

(Nach Engelhardt.)
Ficus Krausiana Herr. (Nach Engelhargt.)

Ara

Ficus stylosa Vel.

Hederophyllum primordiale Sap.
Hederophyllum credneriaefolium

Ficus


Penmi

Vel.

affinis Vel.

1 1

u

in

Vel.

Hymenaeophylluni primigenium Sap.
Sapindophyllum p e a g c u in

Vel.

Vel.

Vel.

Butomites cretaceus Vel.
Corticites stigmarioides Ett. sp.

i

1


B. Thiere.

Vel.

Unio
Unio

Bombacophyllura argillaceum Vel.

Eucalyptus Genitzi Heer.
Eucalyptus angustus Vel.

regularis.

scrobicularioides.

Chironomites unionis.

Callistemophyllum Bruderi Engelh.

Sylphites priscus.

Terminal iphylluui rectinerve Vel.

Kounicia bioculata.

3.

Vel.


Daphnophyllum

Credneria bohemica
Dewalquea coriacea

(Nach Engelhardt.)

Platanus laevis

phy

Vel.

Litsaea bohemica Eugelh.

Laurus

1 i

Gegend von Molitorov bei Kourini, Melnik an der Sazava und von
Kolin.
Südlich

Schichten,

von

Böhmisch-Brod

findet


deren Thone zur Fabrication

Pflanzenreste

sind bei

dieser

man

zerstreute

von Chamottwaare

Reste

Perucer

der

Verwendung

finden.

Gelegenheit noch nicht nachgewiesen worden.

Die

Lagerung ist unweit Molitorov an der Localität Diblikov gut zu beobachten.

Auf steil einfallendem Urgebirge mit Eisenerzlagern liegt horizontal der Quadersand und oberhalb desselben der graue Thon.
In Melnik oberhalb des Sazava - Flusses in der Richtung gegen Radvanic
entdeckte mein Neffe, Jos. Fric, ein Lager von weisslichen Thonen, die reich an
Blattabdrücken waren. Dieselben ähneln sehr denen von Kuchelbad bei Prag,
sind von grauer oder weisslicher Farbe und stark plastisch.
Dieselben wurden
zur Anfertigung der Pfannen für die nahen Glasshütten benützt.
Verzeichniss der

in

Melnik an der Sazava aufgefundenen Pflanzenreste.

Cercospora coriococcum Bayer (auf MagOnychiopsis (Thyrsopteris Vel.) capsu-

Myricophyllum Zenkeri Ett.

Myricophyllum serratum Vel.
Myricanthium amentaceum Vel.

lifera (Vel.) Nath.

Pteris frigida Heer.

Asplenium Foersteri Deb. et

Kirchnera arctica Heer.

Podocarpus cretacea Vel.


nolia amplifolia Heer).

Ett.

Salicipbyllum perucense Vel.

Gleichenia delicatula Heer.

Grevilleophyllum constans Vel.

Marattia cretacea Vel.

Grevilleophyllum tenerum Vel.
2*


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20
Dryaudrophylluin cretaceuui Vel.

Eucalyptus angustus Vel.

Magnolia amplifolia Heer.

Araliphyllum Daphnophylluin Vel.

Diospyrophyllum provectum Vel.

Platanus laevis Vel.


Eucalyptus Geinitzi
Während
Schichten

in

auf

direkt

Schichten

rutzer

Fig.

7.

in

Profil

Kohlenfiötz.

e

Credueria boheuiica Vel.

Heer.


und

Kolin

im Thale

unmittelbaren

seiner

dem Urgebirge
dem Thale bei

bei Ctitar

liegen,

so findet

Umgebung
man weiter

Ctitar deutlich entwickelt.

umreit Kolin. p Perucer

Korycauei- Schichten mit Exogyra columba.

k,


Unten glaukonitischer Sandstein, oben welliger Kalk,

am Bache gaben
In

(Fig. 7.)

der

sie

vor

Mitte

Zeiten

eines

Korycauer

die

südlich die Pe-

In der Thalsohle

Schiebten mit einem


h Korycaner Schichten.
o

Scyphien Pläner.

Veranlassung su einem Versuchsbau auf Kohle.

kaum

2

m

mächtigen

Quadersandes

liegen graue

nissige Pflanzenschiefer (p).

Unmittelbar über diesem Quader liegt eine Exogirenbank

(e)

der Korycaner

Schichten, auf welche dann glauconitischer Quader, welliger Kalkstein und endlich

Scyphienplaener folgen.

Dieses
für die

4.

Auftreten

der Perucer

Schichten

in

der

Nähe der Stadt Kolin

ist

Frage der Wasserversorgung von grosser Wichtigkeit.

Gegend von Litomysl, Policka, Landsberg und Wamberg
Mähren.
Südlich

Schichten,

bis

nach


von Policka treffen wir abermals den südlichen Rand der Perucer

und zwar

bei der Localität

„Ledkov", wo man

vor Zeiten die stark

kiesigen Russkohleu wahrscheinlich behufs Alaunbereitung ausbeutete,

ansehnliche Halden Zeuguiss geben.

wovon noch


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21

Es liegen hier vorerst graue, glimmerreiche Thonschiefer (Fig. 8. a), an
(w). Darüber liegen an 60 cm mächtige
Russkohlen (b), die von glauconitischen Sanden der Korycaner Schichten 30 cm
mächtig überlagert werden (c). Oben liegen zerstörte Plänermergel der Weissenderen Basis eine rostige Quelle entspringt

berger Schichten (Seinicer?)

(d).


Landsberg.
In der

berg

Gegend von Wildenschwerdt

findet

man unweit

der Ruine

die Perucer Schichten unter den glauconitischen Sandsteinen der

Schichten,

die

hier

Lands-

Korycaner

höchste Lage der uach Mähren sich hinziehenden Berg-

die


rücken bilden.

i^iii&i:

Profil der Lokalität „Ledkovna" bei Policka, a Perucer Schichten,
deren Basis eine eisenschüssige Quelle entspringt (n). b Lage von kiess-

Fig. 8.

an

haltiger Russ-Kohle.

c

der Korycaner Schichten,
Weissenherger Schichten.

Sandstein

d Plänermergel der

In einer vom Fusse der Ruine Landsberg östlich führenden Schlucht findet
man im Bachbette eine etwa 10 cm mächtige Lage festen, schweren, schlecht

spaltbaren

Ich entdeckte diesen
Thonschiefers, der reich an Pflanzenresten ist.
im Jahre 1866 und wurde derselbe später von Prof. Velenovsky genau

studirt.
Die Abdrücke erscheinen als schwarze noch mit einer abhebbaren Membran versehene Reste und eignen sich ausgezeichnet zum Studium, da auch die

Fundort

mikroskopische Structur erhalten
thümlich und

und acutiloba

namentlich

ist

es

ist.

Der

Charakter

auffallend,

fast allein die tiefsten

der Flora

ist


sehr eigen-

dass die Farne Gleichenia delicatula

Lagen oberhalb des Sandsteins decken.

die Schichtenfolge belehrt uns das in Fig. 9. gegebene Profil

Über

des Prof. Velenovsky.

Verzeichniss der bei Landsberg aufgefundenen Pflanzenreste.

Cercospora coriococcum Bayer.
Microdictyon

Schenk.

(Laccopteris)

Dunkeri

Onychiopsis capsulifera (Vel. sp.) Natb.
Gleichenia delicatula Heer.
Gleichenia acutiloba Heer.


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22

Dammara

borealis Heer.

Cunninghamia stenophylla
Vel.

Cunninghamia elegans Cda.

Pinus Queustedti

Heer.

Cyparissidium minimum

Vel.

Sequoia heterophylla Vel.

Widdringtonia Reich

i

Ett.

spec.

Myricophyllum Zenkeri Ett.

Myricophyllum serratum Vel.
Myricanthium amentaceum Vel.

Eucalyptus angustus Vel.
Araliphyllum anisolobum
Vel.

Dewalquea pentaphylla
Corticites
sp.)

Vel.

stigmarioides

(Ettg.

Engelh.

dem Urgebirgs-

Nördlich von

zuge von Pottstein finden wir bei

Wamberg am

alten

Senftenberg einen


Wege nach

Rest

der Pe-

rucer Schichten. Dieselben treten
als

Conglomerate

auf, die in kleinen

Steinbrüchen zu Mühlsteinen ver-

im.

h

arbeitet wurden.

der Perucer Schichten in der Schlucht
bei Landsberg (Wildenschwert) Vel.

Fig. 9. Profil

Dünnplattiger Sandstein, b Quadersand. c Feste
dunkle Thonschiefer ohne Pflanzenabdrücke, d Schichte
von Thonschiefer mit Aralia anisoloba und Eucalyptus

a

augustus.

e

Dünnblättriger Thonschiefer mit zahlreichen

Pflanzenresten: Cunninghamia stenophylla, Pinus Quenstedti,

Sequoia

glimmerreicher
acutiloba.

i

sp.,

Aralia anisoloba.

f Dünnblättriger

mit zahlreichen

Gleichenia

Schwache Lage mürben Sandes,

k Quader-


Sandstein

ein

Versnchsbau

Auch wurde

hier

auf Kohle

ge-

macht der nachdem er die Pläner
der Weissenberger Schichten (Fig.
10. o)

und

die

Korycaner Schichten

(k) durchteuft hat auf die

Schichten

stiess, die ein


Perucer

schwaches

Kohlenflötz enthielten und direkt

auf Urgebirge lagen.

Durch einen ähnlichen Ver-

sand.

suchsbau wird

man

bei

Schirm-

dorf (Semauin) an der Mährischen Grenze auf die Gegenwart der Perucer Schichten

aufmerksam gemacht.

(Fig.

11.)

Mähren.

In

östlicher

Letovic.

Richtung ziehen sich die Perucer Schichten von der Grenze

Böhmens nach Mähren wo

sie bei

Moletein

schon Vorjahren hübsche Pflanzen-


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23

Fig. 10.

an dem alten Wege von Wainberg nach Senftenberg.
Koryp Perucer Schichten mit einem schwachen Kohlenflötz.

Profil

r Gneiss.


Je.

caner Schichten,

reste lieferten.*)



Ihnen

o

Weissenberger Schichten.

gehören auch die schwefelkiesreichen Russkohlen von

Letovic an.
In neuerer Zeit

wurden

in

Mähren

zu technischen Zwecken gewonnen

z.

die plastischen


Opatovic

B. bei

Thone an mehreren Orten
unweit Gewitsch.**)

Das Detail der ausserhalb Böhmens liegenden Partien zu bearbeiten wird
Aufgabe der mährischen Geologen sein.
5.

Gegend vou Hofie, Belohrad bei

Kozäkov uud Bolidankov

Jicin,

bei Liebenau.

Von Konecchlum

Bergrücken in östlicher Richtung

bei Jicin zieht sich ein

gegen Hofic hin.
Bei Konecchlum besteht dieser an 60

Profil


Fig. 11.

von Schirmdorf
1.

*)

Jiter 0.:

**)

von Dr. E.

v.

iVergl. Dieses Archiv.

Mähren".

Mojsisovics

:

Band V.

Iserschichten, 62).

Perucer Schichten.


schweizerischen Gesellschaft

Krasser Fridolin
in

hohe Rücken bloss aus Quadersanden

„Flora von Moletein in Mähren. *

Denkschr. der allgemeinen
Zürich 1869.).

Kunatadt

m

f.

d.

(Beiträge zur Kreideflora.

Neue

gesammten Naturwissenschaften.

„Beiträge zur Kenntniss der fossilen Kreideflora von
(Beiträge zur Palaeontologie

und


Prof.

Dr. M. Neumayr.

der Univers. Wien". 1896. Bd. X. Heft

III.

pg. 113.).

und Geologie Oesteri eich Ungarns

Mittheilungen des

etc.

„Palaeont. Institutes


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der Korycaner Schichten

;

denn ich fand

einem verlassenen Steinbruche am Fusse


in

der bewaldeten Berglehne zahlreiche Exogyra columba.
In den weiter nach Osten geöffneten

Steinbrüchen

in Vojic

und Podhornf

Ujezd nehmen

die Korycaner Schichten den höchsten Theil der entblössten Felsenmassen ein, an ihrer Basis sind aber die Perucer Quader oft zugänglich. Dieselben
sind von einer mürben fucoiden reichen Schichte bedeckt, die hier „Mekota" ge-

Fig. 12.

mation.

Profil des Horicer Steinbruches, pr Rothe Schichten der PermforThonschiefer und Letten der Perucer Schichten, p Bildhauersandstein

p'

d Weiche Fucoidenschichte, ,M ekota" Grenzschichte
und Korycaner Schichten, mit Resten von Landpflanzen.
k Quadcrsand der Korycaner Schichten mit Pecten aequicostatus, Pinna decussata,
Pygurus lampas etc. a Ader von Brauneisenstein, darüber eine runde Kugel wahrscheinlich von einem Schwamm (Geodia) herrührend, r Lage vou plattigem Sandstein der Korycaner Schichten.
der


Perucer Schichten,

zwischen

den

Perucer

naunt wird und die

in

ganz ähnlicher Art

z.

B. in

Kralup am Hostibejk die Perucer

Schichten von den Korycauer trennt und dort von den Arbeitern „Drozdi" (Hefe)

genannt wird.

Die Perucer Quader sind viel reiner und feinkörniger als die Korycaner
und führen nie Meeresconchylien. Sie liefern den guten Bildhauersandstein, dessen
beste Qualitäten am östlichen Ausgang bei Lukavec ausgebeutet werden. Dieser
Sandstein wird hauptsächlich in der Bildhauersclnile in Hofic verwendet. Das Lie-

gende der Perucer Schichten

direct auf Gneiss liegen.

sind

hier

rothe Schichten

der Permformation, die


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25

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