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I
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ARACHNOLOG
MITTEILUNGE
(NATURAL K4ST0RY)
29
f993
ENTQMO LOGY LIBRARY
I
Heft
1
Basel,
August 1991
1
Arachnologische Mitteilungen
Herausgeber:
Arachnologische Arbeitsgemeinschaften Deutschlands
Schriftleitung:
Bauchhenß, Weingartenweg 4, D-W-8720 Schweinfurt, Tel. 09731-1661
Peter Sacher, Zimmermannstr. 12b, D-0-4600 Wittenberg Lutherstadt, Tel. 0037-451 -2891
Dr. Elisabeth
Dr.
Redaktion:
Theo
Dr.
Blick,
Rainer
Hummeltal
F. Foelix,
Aarau (englischsprachige Texte)
Ambros Hänggi, Basel
Franz Renner, Bad Wurzach
Dr.
Gestaltung:
Naturhistorisches
Museum
Basel
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Dr. Peter Bliss, Halle (D)
Dr.
Richard Maurer, Holderbank (CH)
Doz. Dr. Jan Buchar, Prag (CS)
Dr.
Ralph Platen, Berlin (D)
Dr. Volker
Prof. Dr.
Mahnert, Genf (CH)
Jochen Martens, Mainz
Dr. Dieter Martin,
Waren
(D)
Prof. Dr.
W. Starega,
Prof. Dr.
Konrad Thaler, Innsbruck
Bialystok (PL)
(A)
(D)
Erscheinungsweise:
Pro Jahr erscheinen 2 Hefte. Die Hefte sind laufend durchnumeriert und jeweils abgeschlossen
paginiert.
Der Umfang
Bezug:
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je Heft beträgt ca.
60 Seiten. Erscheinungsort
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Basel.
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Bestellungen sind zu richten an: Franz Renner, Sonnentaustr.3,
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- Theo Blick, Postgiro Nürnberg (BLZ 760 100
85), Kto.Nr. 215727-850 (empfehlenswert
bei Überweisung aus dem Ausland).
Die Kündigung des Abonnements ist jederzeit möglich, sie tritt spätestens beim übernächsten
•
Heft
in Kraft.
Titelbild:
Claus Bräunig, Halle
Arachnol.
Mitt. 1:
1-95.
Basel, August 1991
Arachnol.
In
Mitt.
1:1-4
memoriam
Basel, August 1991
Herbert Casemir, 1905
-
1990
BRITISH
MUSEUM
(NATORAL HJSTORY)
29 r\rr
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ENTQMöLOGY
L
U
\
Am
August 1 990 starb Herbert CASEMIR Im 86. Lebensjahr. Die Älteren,
die ihm persönlich begegnet waren und sich ihm verbunden fühlten, haben
ihn als allseits geschätzte, liebenswürdige und zugleich bescheidene
Persönlichkeit In lebhafter Erinnerung: die jüngere Generation von
Arachnologen, die ihn naturgemäss nur als Autor zahlreicher Arbeiten
1
.
1
überwiegend faunistisch orientiertes wissenschaftliches Werk und führt es in einer zuvor noch nie dagewesenen Breite
fort. In der Lebensbahn von Herbert CASEMIR stellen die wissenschaftlichen Leistungen naturgemäss nur eine, wenngleich bleibende
Facette dar, deren Bedeutung in Zusammenhang mit seinem Lebensweg
kennt,
als
schätzt
sein
Ganzes gewürdigt werden muss.
Mai 1905 in Königsberg in Preussen
als Sohn eines Telegrapheninspektors geboren. Nach dem Abitur (1924)
studierte er dort bis 1929 Mathematik und Biologie; 1930 legte er das
Mittelschullehrer-Examen ab und trat In den Schuldienst ein. 1 939 musste
er Soldat werden, konnte dann aber über einige Jahre wieder als Lehrer
Herbert
CASEMIR wurde am
29.
“Volkssturm-Mann” bei der Verteidigung der
sogenannten “Festung Königsberg” eingesetzt wurde. Schliesslich geriet
er in russische Gefangenschaft. In dieser Zeit, 1945 und 1946, starben
tätig sein, bis er
1944
als
Königsberg den Hungertod. Nach seiner Entlassung war
Herbert CASEMIR monatelang zu Fuss unterwegs, bis er im Juni 1946 in
Hüls bei Krefeld ankam, wo seine Familie inzwischen untergekommen war.
Hier erhielt er eine Anstellung -zunächstan der Volksschule, dann, ab 1949
und bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1967, an der Realschule.
Bereits 1947 nahm er seine mit der Examensarbeit von 1930
begonnene arachnologische Tätigkeit wieder auf und veröffentlichte
zwischen den Jahren 1951 und 1988 etwa 20 Arbeiten überwiegend
faunistischen Inhalt, mit Schwerpunkt im Bereiche des NiederrheinGebiets, des Hohen Venn und der Eifel. In seinem Untersuchungsgebiet
entdeckte CASEMIR mehrere neue Arten, die von ihm beschrieben
worden sind; er analysierte aber auch die Unterschiede zwischen den
Arten verschiedener Taxa, wenn sich das zur Klärung als notwendig erwies
(z.B. Hahnia 1955; Silometopus, 1970). 1978 war ihm in Anerkennung
seiner Verdienste der "Rheinlandtaler" verliehen worden.
Auch wenn es in den letzten Jahren still um Herbert CASEMIR
geworden war, blieb es ihm vergönnt, bis zuletzt geistig regsam seiner
wissenschaftlichen Tätigkeit nachgehen zu können. Vielleicht war es eine
gnädige Fügung, wenn sein grösster Wunsch nicht in Erfüllung gegangen
ist, seine Heimatstadt Königsberg noch einmal zu sehen.
seine Eltern
in
Otto Kraus,
2
Hamburg
BIBLIOGRAPHIE
Die folgende Liste der Veröffentlichungen CASEMIRs ist von O. KRAUS
und M. GRASSHOFF rekonstruiert worden; Vollständigkeit ist deshalb
zwar wahrscheinlich, aber
Senckenberg-Museum
in
nicht gesichert. Die
Sammlung
befindet sich im
Frankfurt a.M. (SMF) und steht dort für künftige
wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung.
1938: Beiträge zur Araneen-Fauna Ostpreussens.
Ges. Königsberg 70
1
(1):
-
Sehr. phys.
Ökonom.
97-108
951 Über einige seltene Vertreter der deutschen Spinnenfauna.
zool. Z. 1 (1): 61-72
:
1951: Beitrag zur Spinnenfauna der “Waldwinkelk jhle”
am
Arch Hydrobiol. 45: 367-377.
1 955: Arachnologische Studien in den Dürren Määrchen
Krefeld.
-
Dtsch.
Hülser Berg bei
-
am Römerberg
in
der
Eifel.
-
am Holzmaar und
Gewässer und Abwässer 1954/55
(6):
20-30
1955: Untersuchungen über die noch vorhandenen deutschen Eifelhoch-
moore. Arachnologische Beobachtungen in den Ausläufern des
Hohen Venns (Eifel). - Gewässer und Abwässer 1 954/55 (6): 31 -39
1955: Die Spinnenfauna des Hülserbruches bei Krefeld. - Gewässer und
Abwässer 1954/55
1958: Die Spinnenfauna
(8):
am "Schwarzen Wasser”
und Abwässer 1958
1960: Beitrag
1
zur
24-51
(20):
Kenntnis
bei Wesel.
der
Niederrheinischen
:
dem
Gewässer
68-85
Spinnenfauna.
Decheniana, 113 (2): 239-264
961 Einige für Deutschland neue und seltene Spinnenarten.
166 (5/6): 195-206
1961: Spinnen aus
-
-
Zool. Anz.
Naturschutzgebiet Feldberg (Schwarzwald).
Ber. naturforsch. Ges. Freiburg 51
(1):
-
-
109-118
vom
Ufer des Altrheins bei Xanten/Niederrhein, - Gewässer
und Abwässer 1962 (30/31): 7-35
1963: Maro lepidus n.sp., eine neue Spinnenart aus der Gattung Maro
1961: Spinnen
CAMBR.
159-164
1 963: Zwei für Deutschland neue Spinnenarten aus der Familie Linyphiidae:
Lepthyphantes angulatus CAMBR. und Oreonetides firmus CAMBR. Decheniana 1 1 5 (2): 1 29-132
1906.
-
Zool. Anz. 170:
3
1
970: Silometopus
bonessi
n.sp.,
eine
neue
Micryphantidae,
und
vergleichende Darstellung der aus Deutschland bekannten Arten der
Gattung Silometopus E. SIMON 1926. (Arachnida: Araneae:
Decheniana 122 (2): 207-216
1975: Zur Spinnenfauna des Bausenberges (Brohltal,
Micryphantidae).
eifel).
-
Beitr.
-
Landespflege Rheinland-Pfalz, Beiheft
1976: Beitrag zur Hochmoor-Spinnenfauna des
4:
163-203.
Hohen Venns (Hautes
Fagnes) zwischen Nordeifel und Ardennen).
38-72
1980: Über
östliche Vulkan-
-
Decheniana 129:
Zusammensetzung und Besonderheiten der Spinnenfauna
in
den Landschaften des linken Niederrheins. - Niederrhein. Jahrb. 24:
1982: Zweiter Beitrag zur Spinnenfauna des Bausenberges (Brohltal,
östliche Vulkaneifel). - Decheniana, Beiheft 27: 47-55
1983: Über die Spinnenfauna im Bereich des Hülser Bruches. - Niederrhein. landeskdl. Sehr. Natur Gesch. Niederrhein. 8:
4
1
Arachnol.
Mitt. 1:
Basel, August 1991
5-26
Zur Autökologie der Spinnen (Arachnida: Araneae)
Charakteristik der Habitatausstattung und Präferenzverhalten epigäischer Spinnenarten
I.
Dieter
MARTIN
On Autecology of Spiders (Arachnida: Araneae). Characterlzatlon of habltat
and habltat preference of eplgeic spIders. The preferences to several propertles of habitats
Abstract.
(4 levels of
I.
humidity and
light
exposure, 7 kinds of habltat structure and 7 types of blotops) are
given In form of an ecogram m for320species of spIders
method
for habitat analysls ls
Key words: Araneae,
living In
stratanearthe ground. A simple
presented.
habitat preference, habitat characterlzatlon
EINLEITUNG
Die Dringlichkeit autökologisch-faunistischer Forschungen
unter
dem
ist
nicht zuletzt
Eindruck des Seltener-Werdens vieler Arten und des Anwach-
sens der"Roten Listen” auch für wirbellose Tiere (z.B. HARMS et al., 1 984;
PLATEN 1 984) in den letzten Jahrzehnten sprunghaft gestiegen. Um dem
Artenrückgang mit effizienten Schutzmaßnahmen gegensteuern zu können sind handhabbare, die Differenziertheit der natürlichen Bedingungen
widerspiegelnde Beschreibungen der autökologischen Ansprüche der
Arten von größtem Interesse.
Den wohl wichtigsten Grundstock für die autökologische Forschung an
Spinnen schuf TRETZEL (1949, 1952), dessen nachhaltigstes Verdienst
vor allem in der Festlegung prägnanter “ökologischer Typen" für viele
Spinnenarten besteht. Diese wurden von späteren Autoren übernommen
und weiterentwickelt (z.B. HEYDEMANN, 1960; von BROEN & MORITZ,
1963;
BRAUN
1972;
MARTIN, 1973, 1977;
1961, 1969, 1976;
Feuchtigkeit und
Wärme
u.a.).
1969; HIEBSCH,
Allerdings blieben die zumeist Licht,
betreffenden Aussagen summarisch, eher auf
den allgemeinen Biotoprahmen
bezogen. Das veranlagte
BRAUN & RABELER,
z.B.
als auf die eigentlichen
HERZOG
5
(1961),
Spinnenhabitate
BRAUN
(1969),
WEISS
983) u.v.a. zur kritischen Auseinandersetzung mit dem TRETZELschen
Schema und führte zu verschiedenartigen Versuchen einer differenzierteren, die Mannigfaltigkeit und Variabilität der artspezifisch wirkenden
natürlichen Verhältnisse berücksichtigenden Habitatbeschreibung (z.B.
(1
MARTIN, 1983a, 1983b, 1988b; BAUCHHENSS,
1990).
Grundlage bilden folgende Überlegungen: Die artspezifisch ausgestatteten Habitate bieten spezielle strukturelle und mikroklimatische
Bedingungen, die stark von den durchschnittlichen Biotopverhältnissen
abweichen können und auch deren tages- und jahreszeitlichen Veränderungen nicht im gleichen Maße unterworfen zu sein brauchen (z.B.
ENGELHARDT, 1964). Hinzu kommt, daß die jeweiligen Elemente der
Biotopstruktur (z.B. Moospolster, Streuschicht, Wurzelhöhlen usw.) für die
verschiedenen Arten je nach Körpergröße, Lebensweise usw., ja für
nach Lebensalter, Geschlecht, Verhaltensstatus
usw. eine unterschiedliche Bedeutung als Habitatelement haben und somit
wesentlich zur interspezifischen und intraspezifischen Isolation beitragen
können (MARTIN 1988a, dort auch weiterführende Literaturangaben).
Vertreter derselben Art je
Tab.
1
Verteilung der
Aufsammlungen auf
die Straten bzw. Sonderbiotope
und verwendete
Fang- und Sammelmethoden.
Stratum/
Fang- und Sammel-
Anzahl der
Biotop
methoden
Aufsammlungen
Bodenschicht
Sieb-, Bodenfallen-,
einschließlich
Exhaustor- und Hand-
Vegetation bis
fänge,
25 cm Höhe.
Wassertreten
Kraut-
und
Strauchschicht
%
667
76
209
24
876
100
Schwemmen,
Kescher-, Klopf- und
Handfänge.
Gesamtprobenzahl
Sonderbiotope
Gebäude
Handfänge
59
Ameisenhaufen
Aufgraben, Sieb- und
12
Exhaustorfänge.
Aufsammlungen insgesamt
947
6
vorliegender Arbeit soll durch statistische Auswertung eines territorial
weitgestreuten Datenmaterials aus dem Gebiet djr ehemaligen DDR die
In
Präferenz der Spinnen für bestimmte Typen der Habitatausstattung sowie
ihre Bindung an spezielle Faktorenkombinationen geprüft werden, wobei
erstmals strukturelle Habitatmerkmale mit einbezogen sind. Ein wichtiges
Anliegen
es weiterhin, eine einfache Methode der Habitatanalyse
vorzustellen, die ohne aufwendiges Instrumentarium hilft, die Kenntnisse
über die Autökologie wirbelloser Tiere zu erweitern und somit besonders
für
ist
den ökofaunistisch arbeitenden Freizeitforscher von Interesse sein
dürfte.
MATERIAL UND METHODEN
Spinnenmaterial
Für die vorliegende Arbeit standen insgesamt 1410 in den Sammelkatalogen des Verfassers verzeichnete Spinnenaufsammlungen aus den
östlichen Bundesländern Deutschlands zur Verfügung,
wovon 947
auf-
grund der Homogenität des besammelten Biotops für die Problemstellung
verwendbar waren. Davon enthielten 876 Aufsammlungen alle erforder-
Angaben zur Biotopausstattung und wurden somit als Gesamtzahl
der Aufsammlungen (n) den weiteren Berechnungen zugrunde gelegt.
71 Aufsammlungen entstammen Sonderbiotopen (Tab. 1).
lichen
Tab. 2 Verteilung der Aufsammlungen auf die ehemaligen Bezirke.
Land/Bezirk
Mecki.-Vorpomm.
Proben
326
Land/Bezirk
Proben
8
Pst-Berlin
Land/Bezirk
Sachsen
370
326
Rostock
26
Sachsen-Anh,
13
Leipzig
Schwerin
22
Halle
11
Dresden
Neubrandenburg
278
Magdeburg
Brandenburg
198
Thüringen
32
Erfurt
21
Potsdam
Frankfurt/O.
Cottbus
86
2
110
Suhl
8
2
Gera
3
7
Proben
Chemnitz
Gesamtzahl
6
38
947
Der Sammelzeitraum erstreckte sich von 1 969 bis 1 983. Um ein möglichst
breites Artenspektrum zu erfassen, wurden die unterschiedlichsten Fangund Sammelmethoden in verschiedenen Straten angewandt (Tab.1). Die
Sammeltätigkeit erfaßte in sehr unterschiedlichem Maße alle ehemaligen
Bezirke der östlichen Bundesländer (Tab. 2) und
Monate
alle
(Tab. 3).
Tab. 3 Verteilung der Aufsammlungen auf die Monate.
Monat
Anzahl
%
Monat
Anzahl
%
Januar
43
4,5
Juli
81
8,6
Februar
41
4,3
August
85
9,0
März
69
7.3
September
71
7,5
April
97
10,2
Oktober
88
9,3
Mai
134
14,2
November
62
6,5
Juni
110
11,6
Dezember
39
4,1
27
2,9
dazu Bodenfallen über längere Zeiträume
Beschreibung der besammelten Biotope
Jede Aufsammlung wurde durch Merkmale charakterisiert, die “vor Ort”
ohne Messungen und Langzeitbeobachtungen nach dem jeweiligen
augenscheinlichen Zustand der Sammelstelle einfach und relativ sicher
erkannt werden können (ausführlich bei MARTIN, 1988a).
Die enorme Mannigfaltigkeit der Ausstattung der Biotope zwingt dabei
zu einer strengen, nur wenige, jederzeit überschaubare Typen
enthaltenden Klassifizierung der Merkmale, die letztendlich jedoch durch
vielfältige Kombination der Typen eine diffizile Habitatbeschreibung
ermöglicht. Die Merkmalstypen
einfach
in
ihrer
werden ohne quantifizierende Wertung
Präsenz erfaßt (“vorhanden" oder
“nicht vorhanden"),
wodurch das Material für die konzipierte Datenverarbeitung
Sichtlochkartei verwendbar wurde.
mit Hilfe einer
8
i
Die Habitatmerkmale (K)
Feuchtigkeitstypen (F)
F
-
1
naß
(-hygro-)
Aus dem besammelten Substrat tropft beim Aufnehmen Wasser ab
bzw. es läßt sich mit der Hand Wasser herauspressen. Beispiele: Nasses
Sphagnum, nasses Uferanspülicht, Laubstreu im Erlensumpf.
F 2
-
feucht (-hemihygro-)
Beim Auspressen des Substrates erfolgt eine spür- und sichtbare
Anfeuchtung der Handfläche, Filterpapier wird sichtbar feucht, Wasser
tropft nicht ab. Beispiele: Graswurzelfilz feuchterWiesen, Moos- und Laubstreu in feuchten Senken, feuchtes Uferanspülicht
F 3
-
.
frisch (-hemixero-)
Das Substrat
fühlt sich
feucht und kühl an, ohne daß eine sichtbare
Anfeuchtung der Handfläche oder von Filterpapier erfolgt, Einzelstrukturen
(Bodenkrümel, Pflanzenreste) sind z.T. elastisch verklebt, Bodenteile
rieseln nicht. Beispiele: Moos vom Waldboden, Laubstreu im Buchenwald,
verrottender Heuhaufen.
F 4
-
trocken (-xero-)
Das Substrat fühlt sich
nicht feucht
und kühl an, sondern
ist
trocken und
seinen Einzelstrukturen wenig verklebt, Bodenteile rieseln (Sand),
Blattreste rascheln und zerbrechen leicht. Beispiele: Trockener Dünenin
sand, Detritus auf Sand- und Kalktrockenrasen, trockenes Laub.
Belichtungstypen
L
1
-
frei
(L)
(-photo-)
Die Sonneneinstrahlung wird nicht durch höhere Straten eingeschränkt,
kann aber an der besammelten Stelle kleinräumig durch Bodenauflagen
oder Pflanzenteile durchaus differieren. Beispiele: Freie Sandflächen am
Ufer, kurzer Rasen, gemähte Wiesen, Sphagnum-Flächen im Moorkern.
L 2
-
licht
Es
ist
(-hemiphoto-)
eine leichte
Bedeckung des Sammelbiotopes vorhanden,
jedoch unter 33 % der Fläche
bleibt.
Die Beschattung erfolgt z.B. durch
9
die
licht
stehende Gehölze oder hohe Stauden. Beispiele: Moor- oder Grasflächen
mit spärlichem Gehölzaufwuchs.
L 3
schattig (-hemiskoto-)
-
zwischen 33 % und 67 % der Fläche. Die
Bedeckung erfolgt durch licht stehende Gebüsche oder Bäume, Beispiele:
Erlen- und Weidengebüsche, lichter Birkenwald, Wacholderheide.
Der Beschattungsgrad
L4
liegt
dunkel (-skoto-)
Die besammelte Fläche wird über 67 % meistens durch Bäume oder
dichtes Strauchwerk beschattet, aber auch Höhlen, Keller, Tierbauten
usw. Beispiele: Geschlossene Laub- und Nadelwälder.
-
Habitatstrukturtypen
Da der größte
Teil der untersuchten
Spinnenarten epigäisch lebt und somit
bodennahen Schichten ausschlaggebend
epigäische Strukturtypen bis 50 cm Höhe berücksichtigt.
die Struktur der
Die
in
diesem
Zusammenhang benutzten
ist,
Begriffe
werden nur
“Retrusität”
des Habitats) bzw. "Retrusophilie” (= spezifischer
Strukturbedarf der Art) sind bei MARTIN (1988a, 1988b) definiert und
kennzeichnen die Nutzbarkeit bzw. Erfordernis von Habitatstrukturen für
(= Strukturangebot
Zwecke der
H
-
1
individuellen Isolation.
Freiflächentyp
Glatte Flächen
ohne
retrusiv nutzbare Strukturelemente,
wie z.B.
Sandflächen, fugenlose Mauern, Felsenoberfläche usw. Der Freiflächentyp ist zweidimensional, d. h. er kann nur an der Oberfläche benutzt werden.
H 2 Hohlraumtyp
-
Der Hohlraumtyp ist durch vegetationsunabhängige Hohlraum- und
Spaltensysteme unterschiedlicher Dimension charakterisiert und
bezeichnet z.B. Geröllfelder, Steine, Holzstücke am Boden, Fels- und
Erdspalten, Schneckenschalen, Kiefernzapfen usw.
H
3
-
Laubstreutyp
Dieser Strukturtyp umfaßt alle sich zersetzenden Laubauflagen von
zusammengewehten Laubflecken auf Wiesen bis zur dicken Laubschicht
im Buchenwald. Er bietet
in
Abhängigkeit von Schichtdicke, Feuchtigkeit
und Zersetzungsgrad eine außerordentliche Mannigfaltigkeit
retrusiv
nutzbarer Strukturelemente
gerechte Flächenstrukturen
in
dreidimensionaler Architektur. Durch waa-
ist
eine vertikale Raumgliederung vor allem
den oberen Bereichen der Schicht mit noch wenig zersetzten
vorhanden, die sich mit zunehmender Tiefe oft verliert.
H
4
-
in
Blättern
Nadelstreutyp
Der Nadelstreutyp
durch eine mehr oder weniger dicke und dicht
gelagerte Nadelstreuschicht gekennzeichnet, die je nach Herkunftsbaumart verschiedene Strukturmerkmale und Dimensionen aufweist. Der
retrusiv nutzbare Strukturreichtum nimmt meist mit zunehmendem
Zersetzungs- und Verpilzungsgrad nach der Tiefe hin zu. Eine in vielen
ist
Fällen zu beobachtende Vermischung mit anderen Strukturtypen führt zu
einer
enormen Steigerung der
H
Grasstreutyp
5
-
Mannigfaltigkeit nutzbarer Strukturen.
Dieser sehr vielfältige Strukturtyp wird durch mehr oder weniger dicht
lagerndes, oft faulendes und durch Tiere zersetztes, von Gräsern oder
Kräutern stammendes abgestorbenes Pflanzenmaterial gebildet. Die sehr
unterschiedlich gebauten und dimensionierten Emzelelemente bedingen
eine große Mannigfaltigkeit der Struktur mit horizontaler und vertikaler
Gliederung.
Von
speicherungs- und
H 6
Moostyp
Moosrasen
Bedeutung
auch
ist
das
Wärmedämmungsvermögen
große
Feuchtigkeits-
dieses Strukturtyps.
-
dominierende Vegetation dieses Strukturtyps bieten
eine mannigfaltige, strukturreiche Raumgliederung, die sowohl horizontal,
als auch vor allem vertikal stark differenziert ist. Nach unten gehen
Moosrasen oft in Humus- oder Torfschichten über, die teilweise ebenfalls
retrusiv nutzbare Strukturen enthalten.
H
7
-
als
Gras/Krauttyp
Dieser weit verbreitete, häufige und gleichzeitig äußerst mannigfaltige
Habitatstrukturtyp wird von Gras- und Krautvegetation geprägt. Es ist eine
reichhaltige horizontale
und
mit
zunehmendem
Krautanteil
auch
vertikale
Gliederung vorhanden. Die Strukturdimensionen sind sehr variabel und oft
weiträumiger. Im Gras/Krauttyp ist mit starken saisonalen Veränderungen
zu rechnen, wobei zum Winter hin oft flächenweise der Übergang zu
H
5-Strukturen
erfolgt.
11
I
i
Sonderstrukturen
Einige
in
der untersuchten Schicht bis 50
cm Höhe vorkommende Arten
sind durch die verwendeten Habitatstrukturtypen nicht charakterisierbar.
Sie gehören eigentlich Araneozönosen höherer Straten an. Für sie wurden
in
der H-Spalte des
—1—
—2—
Ökoschemas
(Tab. 5)
angegeben:
auf Gehölzen lebend
an Baumstämmen lebend
Biotopklassen
Für die Ausprägung der Habitate sind die allgemeinen Biotopbedingungen
von ausschlaggebender Bedeutung. Die Vielfalt der Biotope wurde in 7
Klassen
zusammengefaßt,
die
leicht
durch
ihre
charakteristische
Grobstruktur voneinander zu trennen sind.
B
-
1
Freiflächenbiotope
Vegetationslose oder sehr vegetationsarme Biotope mit überwiegend
Freiflächenstrukturen. Beispiele: Dünenflächen, Kiesgruben, vegetations-
arme
B 2
Anteile
von Kalk- oder Sandtrockenrasen
.
Kurzrasenbiotope
Graslandbiotope mit einer mehr oder weniger geschlossenen Vegetationsdecke bis zu 25 cm Höhe, die jedoch von einzelnen Hochstauden oder
Gehölzen überragt werden kann. Beispiele: Kurzgeweidete oder gemähte
-
Wiesenflächen, Trocken- und Magerrasen, Kleinseggenrieder.
B3
-
B4
-
Langrasenbiotope
Gehölzfreie oder gehölzarme Graslandbiotope mit hoher, mehr oder
weniger geschlossener Vegetation über 25 cm Höhe. Beispiele:
Ungemähte Wiesenflächen, Rieder, Röhrichte und Hochstaudenfluren.
Uferbiotope
Diese Biotopklasse ist durch ein unmittelbar angrenzendes Gewässer
mit z.T. stark und rasch veränderlicher Grenzlinie und Anspülichtablagerungen
unterschiedlicher und wechselnder Feuchtigkeit und Zusammensetzung
Beispiele:
Sand- und Geröllstrand, schlammige
charakterisiert.
Uferränder, trockenfallende Ufersäume.
12
B 5
Moosbiotope
Die Klasse der Moosbiotope umfaßt eine Gruppe gleichförmiger, gut
abgrenzbarer Biotope mit größeren zusammenhängenden und dominierenden Moosflächen mit nur geringer Vergrasung oder Verbuschung.
-
Sphagnummoore, Schwingrasen.
Beispiele:
B 6
-
Gebüschbiotope
In erster Linie
durch (meistens Laub-) Gebüsche gekennzeichnete
Biotope mit reicher Kraut- und Strauchschicht, in denen die Baumschicht
fehlt oder nur durch einzelne höhere Bäume gebildet wird. Beispiele:
Erlen-/Weiden-/Faulbaum-Gebüsche, Hecken, Wacholdergebüsche.
B 7 - Waldbiotope
Durch eine wohlausgebildete, mehr oder weniger dicht geschlossene
Baumschicht gekennzeichnete Biotope. Hier sind sehr unterschiedliche
Waldbiotope zusammengefaßt. Beispiele: Laub- und Nadelwälder aller
Art.
Berechnungsformeln und Definitionen
Die Habitatbeschreibung der Arten erfolgt im Komplex der F/L7H/B- Bedin-
gungen an der Sammelstelle (z.B. nasse, frei belichtete Moosbiotope mit
Moos- und Gras/Kraut-Strukturen). Dieser Komplex wird im Folgenden als
Ökoschema
bezeichnet.
Tab. 4 Häufigkeit der Habitatmerkmale
(K) in
der Gesamtprobr imenge
nK
%
K
nK
%
K
1
230
26,3
165
18,8
B
F2
226
25,8
110
12,6
F 3
312
35,6
245
F4
108
12,3
LI
341
38,9
Hl
H2
H3
H4
H5
L2
237
27,1
L3
158
18,0
L4
140
16,0
K
F
H6
H7
nK
%
60
6,9
B2
196
22,4
28,0
B3
146
16,7
150
17,1
B4
60
6,9
235
26,8
B5
39
4,5
231
26,4
B6
80
9,1
486
55,5
B7
295
33,7
13
1
Präferenzwerte
Für jedes Habitatmerkmal (K = F, L, H, B) wurde die ökologische Präferenz
durch die jeweilige Spinnenart (A) berechnet. Diese ergibt sich aus dem
Verhältnis der spezifischen Häufigkeit des Merkmals
Probenmenge (= Fangzahl nA)
des Merkmals in der Gesamt-Probenmenge
in
der die betreffende
Art enthaltenden
zur allgemeinen Häufig-
keit
(nP)
nach Tab.4.
(1)
Erste wird berechnet nach
AK
n
hAK
=
*100%
hAK
nAK
A
n
(2)
= Häufigkeit von K in n
= Anzahl der Proben,
die
A und K enthalten
Zweite ergibt sich aus
(3)
hPK
=
—
n
100%
*
hKP = Häufigkeit von K in nP
nK = Anzahl der Proben,
die K enthalten
P
Für die Berechnung der Präferenzwerte nach Tab. 4
gilt:
nP = n = 876
Die Präferenz des Merkmals durch die Art ergibt sich dann aus
(
PW
4)
=
hAK
hPK
oder unter Beachtung von
PW
5)
(
PW >
PW <
PW =
n
A K * 876
n
A
=
*
n
(3)
K
(hAK > hPK) bedeutet also Bevorzugung (Präferenz),
1 (hAK < hPK) Meidung des Merkmals K durch die Art A.
1 (hAK = hPK) heißt, daß weder eine Bevorzugung noch eine
Meidung des Merkmals durch die Art erkennbar ist.
PW = 0 (hAK = 0) tritt auf, wenn das Merkmal in Verbindung mit der Art nicht
gefunden wurde.
1
14
Es werden folgende Präferenzwertstufen unterschieden:
PW-
PW-Spanne
PW
Stufe
0
0
1
0,1
2
Bedeutung
=
Das Merkmal
tritt
nicht auf.
wird streng
0,5 -0,8
Das Merkmal
Das Merkmal
3
0,9- 1,2
Das Merkmal
ist
4
1,3 -2,0
>2,0
Das Merkmal
Das Merkmal
wird präferiert.
5
-
0,4
Die Präferenzwerte sind Faktoren,
in
der
Summe
seltener (bei
wird gemieden.
indifferent.
wird stark präferiert.
um die das jeweilige Habitatmerkmal
der Aufsammlungen der Art häufiger (bei
PW <
1) auftritt als
gemieden
PW
>
1)
oder
im Durchschnitt aller Aufsammlungen.
Der maximal erreichbare Präferenzwert ist von der Gesamthäufigkeit
(nK) des Merkmales abhängig und entspricht nach Formel (5)
PWmax
=
876
,
nK
nAK
= nA ist.
Mit zunehmender Häufigkeit eines Merkmales sinkt demzufolge dessen
Differentialwert. Die sehr häufig auftretenden H 7-Strukturen, die in 55, 5 %
aller Aufsammlungen registriert wurden, sind zur Charakterisierung
spezieller Lizenzansprüche weniger geeignet als z. B. die nur in 26,4 % der
da
in
diesem
Falle
Aufsammlungen auftretenden H
6- Strukturen.
Während bei H 7 schon
bei
einem PW = 1,8 (PW-Stufe 4) eine 100 %ige Erfüllung der Lizenzansprüche gegeben ist, d.h. H 7-Strukturen treten in jeder Aufsammlung
der Art auf, bedarf es bei H 6 eines PW = 3,8 (PW-Stufe 5).
15
ERGEBNISSE
Die
PW werden für jede Art in Form einer Präferenzwert-Tab. mit den o.g.
PW-Symbolen zusammengefaßt (Tab.
5).
Ausdem F-,
L-
und H-Teil ergibt
sich die durchschnittlich präferierte Habitatausstattung.
Da
den meisten Spinnen nur die Adulti determinierbar sind,
beziehen sich die Ökoschema-Aussagen auch nur auf deren Habitate.
Über die Potenz der Art, Habitate in den verschiedenen Biotopklassen
bilden zu können (Einnischungspotenz) gibt der B-Teil der PW-Tab.
bei
Auskunft.
Tab. 5
Ökogramme
der Spinnenarten (Erläuterungen siehe Text).
F
L
H
1234
1234
1234567
5
0005
5200
5520424
0500000
17
0242
2340
1153
1443111
0254
2455222
0100024
0000005
2243
0025
2244
2432
1442
0440
0025
3430
5100
4330
3422
0345
4220
3434343
5201424
4034054
3321214
2352213
0045002
5302524
4430224
5400000
0500500
1442223
1210044
0040004
5400001
5
2235
0440
1342
0235
3422
0443
1344
2234
5514342
1534042
1444142
5553253
0400044
0100005
2200205
0400004
42
0241
1235
2534121
1100025
Drassodes lapidosus (Walckenaer, 1802) 19
8
Drassodes pubescens (Thorell, 1856)
2225
0015
0145
1125
2334
0005
0125
0025
4210
4300
1540
4300
5100
5000
4300
4523244
5502304
3544152
5000504
5030412
5000504
5205224
5000214
0500500
5500000
0300005
5500000
Artname
FZ
•
B
1234567
Familie Tltanoecidae
Titanoeca quadriguttata (Hahn, 1831)
Familie Amauroblldae
Amaurobius
fenestralis (Stroem, 1786)
Callobius claustrarius (Hahn, 1831)
8
Familie Dictynidae
Dictyna arundinacea (Linnä, 1758)
33
Dictyna consecuta (O.P.-C., 1872)
15
Dictyna pusilla Thoreil, 1856
6
Dictyna uncinata Thoreil, 1856
44
Nigma flavescens (Walckenaer, 1825)
37
Lathys humilis (Blackwall, 1855)
6
Lathys stigmatisata (Menge, 1869)
9
1344
Familie Dysderidae
Dysdera erythrina (Walckenaer, 1802)
Harpactea hombergi (Scopoli, 1763)
Harpactea lepida (C.L.Koch, 1839)
Harpactea rubicunda (C.L.Koch, 1839)
8
12
28
Familie Segestriidae
Segestria senoculata (Linnä, 1758)
Familie Gnaphosidae
Gnaphosa
bicolor (Hahn, 1831)
Haplodrassus
signifer (C.L.Koch, 1839)
12
12
Micaria pulicaria (Sundevall, 1831)
9
Micariolepis dives (Lucas, 1846)
6
Zelotes electus (C.L.Koch, 1839)
14
Zelotes longipes (L.Koch, 1866)
22
16
5100
5324001
5000000
5500001
5200000
Artname
F
L
H
B
1234
1234
1234567
1234567
17
0244
2442
4525143
4300424
Cheiracanthium dumetorum (Hahn, 1831) 9
Cheiracanthium virescens (Sund., 1833) 14
Clubiona brevlpes Blackwall, 1841
10
Clubiona coerulescens L.Koch, 1866
8
5
2520
4220
5200
1254
1245
3430
2343
4230
Clubiona pallidula (Clerck, 1757)
Clubiona phragmltis C.L.Koch, 1843
32
44
2431
2244
5311
4221
Clubiona reclusa O.P.-C., 1836
19
5311
Clubiona stagnatills Kulczynski, 1897
Clubiona subsultans Thorell, 1875
16
Clubiona
17
4410
1440
4320
0340
2240
5210
4300
1244
4312324
5000404
0243030
3515223
3443323
2340224
3423524
0333222
4210414
4121424
3030534
0225142
2014244
0442022
5005054
4440001
5400001
0100005
0000055
24
4332
0225
0150
0243
4430
3420
1544243
5003204
5204424
3055342
2555051
4515243
2200515
5300000
FZ
Zelotes subterraneus (C.L.Koch, 1833)
Familie Clubionldae
Clubiona frutetorum L.Koch, 1866
Clubiona lutescens Westring, 1851
Clubiona neglecta O.P.-C., 1862
subtilis
L.Koch, 1866
Clubiona
terrestris
Clubiona
trivlalis
Westring, 1851
C.L.Koch, 1843
6
16
11
5
4311
0055
2500
0530502
0342052
0435002
0311054
1155240
0454302
0545400
0240024
0540501
0000035
0300504
Familie Liocranldae
Agroeca brunnea (Blackwall, 1833)
Agroeca pullata Thorell, 1 875
Agroeca proxIma (O.P.-C., 1870)
Agroeca striata (Kulczynski, 1882)
Apostenus fuscus Westring, 1851
24
Phrurolithus festlvus (C.L.Koch, 1875)
23
2342
0035
2225
4420
0342
1442
0451
36
1244
3341
19
0251
0444
151
2332
Familie Anyphaenidae
Anyphaena accentuata (Walck., 1802)
Familie Thomlsldae
40
1242
Diaea dorsata (Fabriclus, 1781)
23
Misumena
17
32
6
8
1443
5200
5221
5335001
0340051
0100005
4311514
Familie Zorldae
Zora nemoralis (Blackwall, 1861)
Zora spinimana (Sundevall, 1833)
vatia (Clerck, 1757)
Oxyptila atomaria (Panzer, 1801)
9
2432
2555152
2434243
0000005
2231424
0345
0243222
0100035
1441
1254
2433
0144
4410
3410
0540
4322
1245
2334
3340
2433122
3322424
2445151
1225343
0144222
1244443
3334242
3222413
5311424
5212204
4122324
0120025
3450041
4400004
0453442
0210344
0321543
0520004
0544001
5412211
5403002
3451222
2340351
4434041
3200444
Oxyptila brevipes (Hahn, 1826)
14
Oxyptila praticola (C.L.Koch, 1837)
26
35
24
23
4420
2244
3333
Xysticus koch! Thorell, 1872
33
1135
5111
Xysticus striatipes L.Koch, 1870
12
4330
Xysticus ulml (Hahn, 1832)
39
0054
3422
2334
2234
3420
Philodrom us cespitum (Walck., 1802)
22
23
3421
3313333
3222224
Philodromus dlspar (Walckenaer, 1802)
13
1242
1353
3323143
Oxyptila trux (Blackwall, 1846)
Xysticus audax (Schrank, 1803)
Xysticus cristatus (Clerck, 1757)
1441
4421
4311
Familie Phllodromldae
Philodromus aureolus (Clerck, 1757)
17
1
Artname
FZ
Philodromus margaritatus (CI., 1757)
Philodrom us rufus (Walckenaer, 1828)
10
Thanatus formlcinus
12
(Clerck, 1757)
7
Tibellus maritim us (Menge, 1875)
26
Tibellus oblongus (Walckenaer, 1802)
31
1
F
L
H
B
1234
1234
1234567
1234567
0152
4410
0025
2522
3433
0235
1540
322301
0000035
0230052
5500000
0005
5300
1351
1444
2333
4220
4300
4321
4321
0032232
5214314
3113424
4112224
354031
4443341
Familie Salticidae
Aelurillus v-insignitus (Clerck, 1757)
Ballus depressus (Walckenaer, 1802)
6
25
Euophrys frontalis (Walckenaer, 1802)
Euophrys petrensis C.L.Koch, 1837
Evarcha arcuata (Clerck, 1757)
Evarcha falcata (Clerck, 1757)
52
1144
11
Hellophanus auratus (C.L.Koch, 1835)
Hellophanus cupreus (Walck., 1802)
10
0045
3332
2234
3422
24
Marpissa radiata (Grube, 1859)
12
1144
5400
Neon
55
3241
8
0015
1125
0005
5300
reticulatus (Blackwall, 1853)
Pellenes tripunctatus (Walck., 1802)
Phlegra fasclata (Hahn, 1826)
15
36
21
Phlegra festiva (C.L.Koch, 1834)
9
Sitticus caricis (Westring, 1861)
12
Sitticus floricola (C.L.Koch, 1837)
30
Synageles Venator (Lucas, 1836)
Familie Lycosldae
Alopecosa accentuata (Latr., 1817)
16
Alopecosa cuneata (Clerck, 1757)
Alopecosa Cursor (Hahn, 1831)
21
Alopecosa pulverulenta
(Clerck, 1757)
Alopecosa schm idti (L.Koch, 1866)
Alopecosa trabalis (Clerck, 1757)
3422
5100
3331
4400
2442
5000
5110
5000
4322
5222
4322
4321
11
0125
0135
0005
4200
4220
5000
25
1235
4221
7
5000
3330
4220
5000
5200
2442
5000
14
4211
agrestis (Westring, 1861)
13
0015
0335
4410
2225
2325
4420
3335
amentata
41
4421
4221
66
9
Arctosa leopardus (Sundevall, 1832)
45
Arctosa perita (Latreille,
16
1
799)
Aulonia albimana (Walckenaer, 1805)
Hygrolycosa rubrofasciata
Pardosa
Pardosa
Pardosa
Pardosa
Pardosa
Pardosa
4321
(Ohl.,
1865)
(Clerck, 1757)
8
25
palustris (Linn6, 1758)
23
1245
0115
0235
prativaga (L.Koch, 1870)
31
4411
pullata (Clerck, 1757)
36
108
4422
5410
2243
5100
4210
4310
4310
2433
Pirata latitans (Blackwall, 1841)
43
5311
4321
Pirata piraticus (Clerck, 1757)
93
34
5311
4321
5200
5110
2411
Pardosa
lugubris (Walckenaer, 1802)
monticola (Clerck, 1757)
Pirata hygrophilus (Thoreil, 1872)
Pirata piscatorius (Clerck, 1757)
Pirata uliginosus (Thoreil, 1856)
9
8
0542
5523324
2343133
4425143
5403334
0022223
4524244
3000314
4524234
0010544
1135152
5500324
5110424
5300504
1222344
4211234
3020414
5400000
0200045
3311304
5400001
3440023
0420303
4444030
0520004
0353400
1210514
5500000
5410001
5300000
0443500
2444531
0453050
3212314
5011324
5200304
5223124
5000004
5524343
1222424
5300403
4502334
1014244
5201434
3221424
4544233
5502314
4112424
2023434
2311434
1142443
1111444
3121444
2112453
0044053
5500001
5412001
5000000
5412313
5000000
4500004
0454221
5205000
0500001
0342532
5535000
2445002
4400325
5500000
4523001
3450501
1542511
1242551
1543531
2245541
0341531
0000503
18
i
Artname
FZ
Tricca lutetiana (Simon, 1876)
Trochosa
ruricola (DeGeer, 1778)
Trochosa spinipalpls (F.O.P.-C., 1895)
Trochosa terricola (Thoreil, 1856)
Xerolycosa nemoralis (Westring, 1862)
Xerolycosa mlniata (C.L.Koch, 1834)
Familie Plsauridae
Dolomedes
6
43
22
98
37
7
F
1234
L
H
1234
1234567
B
1234567
3333
3430
5300
1145
1135
0035
5330
4322
2422
3333
5023354
2222424
2022252
4324143
5223214
5000504
5500500
3434322
0310541
5311004
5413202
5500000
2334
1013124
4322324
0252452
4541222
4320
1244
1254
2253
0154
5524234
1544132
1554232
2553232
1554443
1554142
5400003
2512001
5500000
0110444
0110045
0310235
0200025
0200005
0110225
5000000
3000003
2354341
5400000
0240053
4320’
5000
Pisaura mirabilis (Clerck, 1757)
Familie Agelenidae
81
4320
2433
Agelena
12
0025
Cicurina clcurea (Fabricius, 1793)
41
2341
Coelotes Inermls (L.Koch, 1855)
Coelotes terrestrls (Wider, 1 834)
25
Cryphoeca silvicola (C.L.Koch, 1834)
Cybaeus angustiarum L.Koch, 1868
17
2340
1342
1250
8
2430
Histopona torpida (C.L.Koch, 1834)
Tegenaria agrestis (Walckenaer, 1802)
41
1251
5
Tegenarla ferruginea (Panzer, 1804)
Familie Hahnlidae
11
0005
0050
0345
1444
4300
1125
Antistea elegans (Blackwall, 1841)
77
5211
4222
Hahnia helveola Simon, 1875
Hahnia ononldum Simon, 1875
12
2430
fimbriatus (Clerck, 1757)
labyrinthica (Clerck, 1757)
18
30
4321
1335151
38
1243
1533
1444
78
2440
1444
3121544
0243152
2455142
1444152
Ero aphana (Walckenaer, 1802)
10
0025
Ero furcata
38
3421
5200
2344
5204434
2242433
Hahnia
pusllla C.L.Koch,
1841
0000505
0200405
0110545
Familie Mlmetldae
(Villers,
1789)
Familie Theridlldae
Achaearanea lunata (Clerck, 1757)
Achaearanea slmulans (Thoreil, 1875)
Anelosimus vittatus (C.L.Koch, 1836)
13
1340
10
Crustulina guttata (Wider, 1834)
71
Enoplognatha thoracica (Hahn, 1831)
76
Episinus angulatus (Blackwall, 1836)
21
1150
2344
1235
2342
1245
4330
Euryopis flavomaculata (C.L.K., 1836)
31
2244
156
13
2334
2242
5310
107
3331
Enoplognatha ovata (Clerck, 1757)
Neottiura bimaculata (Linn6, 1758)
Pholcomma gibbum
(Westring, 1851)
Robertus arundineti (O.P.-C., 1871)
Robertus
lividus (Blackwall,
1
836)
15
205
30
.....
1
1334
4310
3430
2242
1451
1
Steatoda albomaculata (DeGeer, 1778)
20
18
0015
1440
Steatoda phalerata (Panzer, 1801)
29
0135
Therldion Impressum L.Koch, 1881
13
15
19
j
4024344
4214343
2233234
4424234
0135253
2445252
2233233
2235232
0024153
2244242
5201314
1532321
4203334
2313124
Steatoda blpunctata (Llnn6, 1758)
Theridion pallens Blackwall, 1834
0355
0235
3431
3422
2343
4322
2530
2343
2432
1522
1532
1345
5100
2234
0030055
1100055
3340043
4421523
2321333
5411003
0030523
0220034
2321223
3342303
0100541
1211534
5200000
0202304
5502001
0430024
0200445
Artname
F
L
H
B
1234
1234
1234567
1234567
30
5211
7
0343
0444
4310
1353
3430
2440
1344
2343
3011234
0325042
3034333
3424334
1534032
3333223
0350521
0400004
5440502
4410004
0100525
1220244
FZ
Theridion pictum (Walckenaer, 1802)
Theridion pinastri L.Koch, 1872
Theridion simile C.L.Koch, 1836
11
Theridion sisyphium (Clerck, 1757)
17
Theridion tlnctum (Walckenaer, 1802)
15
Theridion varians Hahn, 1831
63
1144
3340
2343
10
3420
2244
2542412
0000055
9
5310
5000
135
4411
76
2334
3333
4222
41
4432
4332
2354
0250000
2343451
4422112
0211554
35
40
30
3432
3422
2443
3333
14
0344
4322
5000214
2141434
4422434
1254443
4221224
1123233
3234343
4015234
mengel (Blackwall, 1870)
Metellina merianae (Scopoli, 1763)
Metellina segmentata (Clerck, 1757)
22
1433
Zygiella atrica (C.L.Koch, 1845)
10
2332
2433
2342
1334
11
1145
49
10
8
2343
3334
2510
1242
2250
diadematus Clerck, 1757
29
1434
marmoreus
18
2344
23
3341
Argiope bruennichi (Scopoli, 1772)
15
Atea
11
4510
0054
3422
2244
Familie Neeticidae
Nesticus cellulanus (Clerck, 1757)
Familie Tetragnathidae
Eucta kaestneri Crome, 1953
Pachygnatha clerckl Sundevall, 1823
Pachygnatha degeeri Sundevall, 1830
Pachygnatha listeri Sundevall, 1830
Tetragnatha extensa (Llnn6, 1758)
Tetragnatha montana Simon, 1874
Tetragnatha
nigrita (Lendl,
1886)
Tetragnatha pinlcola L.Koch, 1870
4221
2450041
0241353
2423542
3410402
Familie Metidae
Metellina
9
56
3244
3244
4330
2345243
2432322
2434233
*
1
'
2320324
0340034
3232144
4500032
Familie Araneidae
Agelenatea
redil (Scopoli,
1763)
Araniella cucurbitina (Clerck, 1757)
Araniella opistographa (Kulcz., 1905)
Araneus
Araneus
Araneus
Araneus
Araneus
Araneus
alsine (Walckenaer, 1802)
angulatus Clerck, 1757
ceropegius (Walckenaer, 1802)
Clerck, 1757
quadratus Clerck, 1757
trlguttata (Fabricius,
1775)
7
13
Mangora acalypha (Walckenaer, 1802)
Neoscona adianta (Walckenaer, 1802)
Singa hamata (Clerck, 1757)
Singa
Zilla
nitidula
C.L.Koch, 1845
diodla (Walckenaer, 1802)
1
1
1
4044324
2322214
——
1
4211314
2022324
1
14
4411
0341
3422
1433
8
5210
1245
2332344
14
Larinioides patagiatus (Clerck, 1757)
——
——
0000004
——
22
15
Cyclosa conica (Pallas, 1772)
Larinioides cornutus (Clerck, 1757)
4422
4420
4300
0450
5402302
4222444
2344223
4000424
4111324
3213233
4323234
5312224
0022134
4141344
2245042
Cercidia prominens (Westring, 1851)
Hypsosinga heeri (Hahn, 1831)
4222
2333
2520
2433
1453
4400
4322
4211
1444
5000
14
5000
4322
2334
2235
2225
4220
8
74
44
91
18
4211
3333
3422
5200
4411
4504041
1421334
0420034
0250050
0320005
4500041
4432203
2420042
4424331
0455000
0200005
3523023
0330005
0550000
3255421
4334423
5431313
5540000
0440540
0455040
0420005
Familie Theridiosomatidae
Theridiosoma
gemmosum
(L.Koch, 1878)
20
0020550
—
Artname
FZ
F
L
H
B
1234
1234
1234567
1234567
4330
2510
2422
2244
2334
0443
4320
2530
1532
2334
3422
0443
3030544
0023253
3332433
2242343
0015422
4005053
4112414
5000204
2003152
2425152
2033354
0025051
4525102
2344242
1341413
3000414
0250050
0130520
2433232
0232353
0240534
5200005
Familie Linyphildae
Allomengea vidua (L.Koch, 1879)
13
5200
5310
1841)
114
4421
Bathyphantes nigrinus (Westr., 1851)
Bathyphantes parvulus (Westr., 1851)
112
4410
4330
0245
3334
0145
5100
0153
5310
0440
12
Aphileta mlsera (O.P.-C., 1882)
Bathyphantes
gracilis (Blackw.,
Bolyphantes alticeps (Sundevall, 1832)
Centromerita bicolor (Blackwall, 1833)
Centromerita concinna (Thoreil, 1875)
Centromerus arcanus (O.P.-C., 1873)
Centromerus
Centromerus
incilium (L.Koch, 1881)
1915
incultus Falconer,
Centromerus pabulator (O.P.-C., 1875)
Centromerus prudens (O.P.-C., 1873)
Centromerus sylvaticus (Blackw., 1841)
9
6
40
10
11
19
12
6
125
0152
2342
Diplostyla concolor (Wider, 1834)
98
3421
Donacochara speciosa
17
5100
0340
4400
0440
1442
5310
4422
4330
1342
1432
4330
4420
(Thoreil,
1875)
Drapetisca socialis (Sundevall, 1832)
Drepanotylus uncatus
(Thoreil,
1875)
Floronia bucculenta (Clerck, 1757)
Helophora inslgnls (Blackwall, 1841)
Kaestneria approxlmata (O.P.-C., 1871)
10
13
6
6
14
42
Kaestneria dorsalis (Wider, 1834)
8
Lepthyphantes alacris (Blackw., 1853)
Lepthyphantes angulipalpis (W., 1851)
9
Lepthyphantes arcuatus
(Thorell,
1856)
Lepthyphantes cristatus (Menge, 1866)
Lepthyphantes erlcaeus (Blackw., 1853)
Lepthyphantes flavipes (Blackw., 1854)
Lepthyphantes leprosus
(Ohlert, 1865)
Lepthyphantes mansuetus
65
24
25
9
106
1341
9
0530
0342
2334
0152
0245
2342
2432
(Thor., 1875)
60
Lepthyphantes mengei Kulczynskl, 1887
34
Lepthyphantes mlnutus (Blackw., 1833)
18
Lepthyphantes nitidus
(Thorell,
1875)
7
Lepthyphantes pallidus (O.P.-C., 1871)
31
47
Lepthyphantes tenuis (Blackwall, 1852)
Lepthyphantes zimmermannl Bertk., 1890 19
Leptorhoptrum robustum (Westr., 1851)
Linyphla clathrata Sundevall, 1830
emphana (Walckenaer,
1344
11
5410
150
2431
18
1242
125
63
2342
1152
2430
Linyphia peltata (Wider, 1834)
33
1251
Linyphia triangularis (Clerck, 1757)
72
Macrargus
14
Linyphia
1842)
Linyphia hortensis Sundevall, 1830
Linyphla marginata C. L.Koch, 1834
Linyphia
montana
(Clerck, 1757)
carpenteri (O.P.-C., 1894)
17
21
3422
2334
3234
4210
0335
0130
1343
1245
4221
1520
0225
1344
1235
0335
1542
1444
3332
1433
4322
0235
1500
2244
4322
2344
2432
2334
1255
1344
1451
1245
—
2
0020053
3044433
0350204
3031424
2042243
0044141
1445132
2344322
0045242
2025243
1445242
0520402
2345141
4223343
0432101
4325022
2545242
3522422
3433223
2240413
2243332
1333122
1233132
2445042
1432322
1244
1345
4422
——
——
0045
3510
5415132
1
-
1
4434001
5120003
0004502
0500004
0454040
0000005
5400002
3211324
3332242
01 54040
0000005
0030502
0300054
0210044
1354551
4240551
0200504
0210115
0413034
0100554
0340033
1212424
4400002
1210005
5410512
0100024
5400002
3310024
4422022
5310534
0534002
1221244
0100335
2211244
0200405
0210254
0100235
0011054
5300002